Nachfolger

Erste Details zu Windows Mobile 7

Neues mobiles Microsoft-Betriebssystem soll 2009 kommen
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Windows Mobile 6 ist erst seit knapp einem Jahr auf dem Markt, schon bastelt Microsoft Berichten aus Branchenkreisen zufolge an einem neuen Betriebssystem für mobile Endgeräte wie Smartphones und PDAs. Glaubt man den Berichten, wie sie unter anderem im Blog News Channel zum Thema Microsoft zu finden sind, so wird Windows Mobile 7 ähnlich wie das Apple iPhone mit dem Finger zu bedienen sein.

Die Symbole auf dem Display sollen bei Windows Mobile 7 entsprechend angepasst werden. Bisher erfolgte die Bedienung entweder über die Tastatur oder einen Stift. Die eingebaute Digitalkamera, die bei den meisten Handhelds inzwischen zum Standard gehört, soll bei Windows Mobile 7 außerdem Gesten der Nutzer aufnehmen und so zur Bedienung des Geräts genutzt werden können. Schüttelt man beispielsweise das Smartphone, während der Windows Media Player MP3-Songs abspielt, so wird die Zufallswiedergabe aktiviert.

Auch die Kern-Bestandteile des Betriebssystems wie die mobilen Versionen von Office und Outlook werden den Berichten zufolge für das neue Windows Mobile 7 überarbeitet. Einzelheiten sind indes noch nicht bekannt. Allerdings dauert es auch noch eine Weile, bis die ersten Smartphones und PDAs mit dem neuen Windows-Mobile-Standard auf den Markt kommen. Erst im kommenden Jahr soll das neue Betriebssystem auf den Markt kommen.

iPhone mit UMTS könnte ernsthafte Konkurrenz für andere Smartphones werden

In der Vergangenheit konkurrierte Windows Mobile vor allem mit Symbian und PalmOS. Apple hat mit dem iPhone jedoch ein völlig anderes Bedienkonzept für mobile Endgeräte vorgestellt und könnte künftig vor allem bei Multimedia-Fans die Nase gegenüber den etablierten Systemen vorne haben - erst recht, wenn Apple wie erwartet in diesem Jahr eine iPhone-Version auf den Markt bringt, die auch den UMTS-Standard unterstützt.

Der taiwanesische Hersteller HTC setzt bislang vor allem auf Windows Mobile und verkauft seine Produkte unter anderem als MDA (T-Mobile), VPA (Vodafone) oder Xda (o2) über die Netzbetreiber. Nokia nutzt für seine Smartphones das Symbian-Betriebssystem, während Apple seinem iPhone eine MacOS-Variante spendiert hat. Palm hingegen hat bereits seine Fühler Richtung Windows Mobile ausgestreckt und plant weitere Endgeräte mit dem Microsoft-System.

Großer Vorteil von Windows Mobile ist die Verfügbarkeit zahlreicher zusätzlicher Programme, mit denen man das Betriebssystem um weitere Anwendungen ergänzen kann. Auch für PalmOS und Symbian gibt es zusätzliche Tools, die von den Nutzern bei Bedarf installiert werden können.

Das iPhone hat hingegen bis jetzt ein geschlossenes Betriebssystem. Nur Kunden, die unter Garantieverlust ihr Gerät "hacken", können ebenfalls zusätzliche Programme installieren. Das soll sich schon im Februar ändern. Abzuwarten bleibt allerdings, welche Applikationen dann tatsächlich angeboten werden und wie sich diese vom Kunden nutzen lassen.

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