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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
"Nicht zuständig" bald passé - Berlin bereitet Behördenruf 115 vor06.01.2008
13:26 Gesprächskosten stehen noch nicht fest
Die Berliner gehören in diesem Jahr bundesweit
zu den ersten,
die die neue zentrale Behördenrufnummer 115
wählen können. Sie ersetzt im zweiten Halbjahr die Nummer 900 des
Berlin-Telefons, wie Innenstaatssekretär Ulrich Freise (SPD) der Deutschen
Presse-Agentur dpa sagte. Ein genauerer Termin wurde aber noch
nicht genannt, insofern wurden Berichte aus dem vergangenen
Jahr bestätigt.
Bürgeranliegen sollen damit schneller und
einfacher bearbeitet werden. "Hinter der einheitlichen Rufnummer
verbirgt sich ein einheitlicher Ansprechpartner, der nicht sagt: Ich
bin nicht zuständig, sondern: Was brauchen Sie denn?" Berlin gehört
zu den Modellregionen, die Erfahrungen für ein späteres bundesweites
System sammeln.
Außer der Nummer ändert sich vom Wechsel von 900 auf 115 zunächst aber nicht viel, wie Freise sagte. Die Abläufe in den Behörden von Bezirken, Land und Bund würden erst nach und nach angepasst. "Die 115 wird mehr können müssen und nicht nur aufzeigen, wie man von Pontius nach Pilatus kommt. Das Stichwort lautet: Nicht der Bürger läuft, sondern die Akten laufen - oder besser gesagt: die Daten." Wer ein Straßenfest plane, müsse für Schankerlaubnis, Verkehrsumleitung und Standgehmigung nicht bei drei unterschiedlichen Ämtern vorsprechen. "115 sammelt alles, was für das Vorhaben gebraucht wird, und geht damit an die zuständigen Ämter." Kosten der Behördennummer noch nicht festgelegtMöglicherweise wird der Anruf aber mehr kosten als ein normales Ortsgespräch. Das hessische Innenministerium hatte 10 bis 20 Cent ins Gespräch gebracht, unklar ist hier aber noch ob der Preis pro Gespräch oder pro Minute gilt. Freise wollte aber keinen Betrag nennen. "Zu den Gebühren muss es bundeseinheitliche Regeln geben. Das ist aber noch eine offene Baustelle." Im Herbst 2008 würden die ersten Erfahrungen aus Berlin und den übrigen Modellregionen in Hamburg, dem Rhein-Main- Gebiet und Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene ausgetauscht. Derzeit kümmern sich unter der Nummer 900 knapp 100 Mitarbeiter zum Ortstarif um die Anliegen der Berliner. Rund 25 000 Anrufe gehen durchschnittlich pro Tag ein. Jedoch sind nach Freises Angaben erst acht der zwölf Stadtbezirke beteiligt. "Das Vorbild heißt New York", sage Freise. Die Bürger der US-Metropole erreichen unter 311 rund um die Uhr die Dienste der Stadtverwaltung.
Martin Müller mit Material von dpa
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