teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 14.02.2012 

Semantisches Internet: Wenn Google überflüssig wird

30.11.2007
10:26

Forscher arbeiten am Web 3.0

Wie nennt man Wörter, die sowohl von vorne als auch von hinten gelesen gleich sind - also zum Beispiel "Anna" oder "Rentner"? Das sind sogenannte Palindrome. Wer auf Fragen wie diese keine Antwort weiß, sucht bei Google. Die bekannteste aller Suchmaschinen ist für die meisten Menschen schlichtweg unverzichtbar geworden.

Web 2.0 lautet hier das Stichwort: Jeder kann mitmachen und Inhalte generieren, wie zum Beispiel bei Wikipedia. In dem Online-Lexikon findet man inzwischen auf so ziemlich jede Frage eine Antwort, da die Internetcommunity äußerst fleißig ist. Das deutsche Wikipedia besteht aus mehr als 600 000 Artikeln, die von jedem Nutzer immer wieder verändert und weiterentwickelt werden können. Einen Eintrag über Palindrome gibt es selbstverständlich auch. Und wie so häufig taucht der entsprechende Link in der Suchergebnisliste von Google sehr weit oben auf.

Aber man stelle sich einmal vor, Verbraucher könnten einfach ihrem Handy eine Frage stellen und es würde sofort antworten. Soll heißen: Das Handy würde eine gesprochene Frage sofort verstehen und wie ein persönlicher Assistent die richtige Antwort verbalisieren. Solche Visionen einer Antwortmaschine geistern seit einiger Zeit unter dem Schlagwort Web 3.0 beziehungsweise Semantic Web durch das Internet.

Computersprache an menschliche Sprache anpassen

Einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet ist Professor Wolfgang Wahlster, Inhaber des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz an der Universität des Saarlandes. "Wir wollen die Sprache der Computer an die Sprache der Menschen anpassen", sagt Wahlster. Natürlich wird es nicht so sein, dass die Maschinen irgendwann ihren eigenen Willen entwickeln und die Weltherrschaft an sich reißen. Und es ist auch unwahrscheinlich, dass ich mit meinem Computer über die Fußballergebnisse diskutiere und er mir irgendwann gesteht, dass er eigentlich Bayernfan ist.

Vielmehr geht es um die Semantik, also den Sinn und die Bedeutung von Inhalten, die über das World Wide Web transportiert werden. "Das Web 2.0 ist ein primär syntaktisches Web mit Layout-, aber ohne Bedeutungsannotationen", sagt Wahlster. Das führe zu einer Informations- beziehungsweise Linküberflutung, da beispielsweise Textdokumente letztlich auf eine sinnfreie Kombination aus Buchstaben reduziert werden, Fotos und Videos sind nur Ansammlungen von verschiedenfarbigen Pixeln. Die semantische Wende aber führe zu einem hochpräzisen Antwortverhalten in einem Web, das Sinnzusammenhänge in den Mittelpunkt stellt.

Dinge und ihre Bedeutung

Wenn es also gelingt, die Semantik von Texten, Bildern, Gesten und künstlerischen Darbietungen durch standardisierte Begriffe so zu formalisieren, dass die so gewonnenen Daten maschinenlesbar sind, dann könnte die Vision der Antwortmaschine Realität werden. Eine Suchmaschine wie Google wäre dann überflüssig. Der Nutzer stellt stattdessen einfach seinem Handy eine Frage und es antwortet, anstatt eine Liste von unzähligen Suchergebnissen anzubieten.

Das Web 2.0 hingegen würde auch weiterhin einen Nutzen haben, da es inzwischen eine enorme soziale Dynamik entfaltet habe und eine beeindruckende Wissensinfrastruktur biete, sagt Wahlster. "In der nächsten Dekade kann ein Web 3.0 entstehen, das die Vorteile des semantischen Webs und des Web 2.0 verknüpft und deren Nachteile überwindet." Die Vision geht dann allerdings weit über die Entwicklung einer Antwortmaschine hinaus. "Gegenstände des alltäglichen Lebens werden online vernetzt zu einem 'Internet der Dinge' - vom Mobiltelefon zum Fotoapparat, vom Auto bis zum Einkaufswagen. Maschinen werden maschinelle Intelligenz haben, werden so in die Lage versetzt, den Menschen optimal zu unterstützen, wenn der Mensch das will." Also Handy, ich will jetzt einen Kaffee! Hmm, nichts passiert. Schade.

Angebote unserer Partner

Unitymedia: Mach’s 3play: Jetzt die Kombiangebote mit DigitalTV entdecken. Jetzt zugreifen!
 
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

Hier klicken!
Jetzt neu: die 3fach Flat für nur 27,90€/Monat!
Zwei Surf-Flatrates in einem. Jetzt bei o2 sichern

Internet Flat 500 + 1 Monat gratis surfen!  

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
Google wird nicht überflüssig,... eggx 30.11.07 16:19
Nicht schon wieder! fuzzy7761 30.11.07 15:16
3D = Web 3.0? eggx 16.03.07 17:28
  

Weitere News vom 30.11.2007:

- T-Mobile erlässt Neukunden bis zu drei Monate die Grundgebühr
- Anwälte: Landgericht schlägt Vergleich im Streit um T-Online vor
- Studie: Handy-Gewaltvideos werden Massenphänomen
- Neuer Chef soll Motorola aus der Krise führen
- Sparen mit Webware-Diensten
- Netzagentur zwingt Mobilbetreiber zu Preisnachlässen (aktualisiert)
- T-Mobile: Tarife für Apple iPhone jetzt mit Wochenend-Flatrate (aktualisiert)
- Arcor erweitert Aktionsangebot für DSL-Anschlusspaket
- Mit solomo ab 5 Cent mobil telefonieren
- Nahezu jeder, der einen Computer hat, geht auch online
- Bundesrat billigt Gesetz zur Telekommunikationsüberwachung
- Semantisches Internet: Wenn Google überflüssig wird
- Weltweit 3,3 Milliarden Mobilfunkverträge
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung

hier klicken!


Wann wollen Sie online gehen?
  
Welche Preisangabe?
 Nur Tarife mit längerer Gültigkeit
Genauer Vergleich

Internet-Anbieter
Die Suchmaske unterstützt mehr als 50 Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, ch, .fr, .com, .net, .org und viele mehr).
gewünschter Domainname:

powered by xdial.de

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre