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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Test: Internet-Telefonie über die analoge Telefonleitung01.11.2007
00:00 Manchmal steht einfach kein Internet-Breitbandanschluss zur VerfügungInhaltsverzeichnis:1. Empfohlen wird immer ein Breitband-Anschluss2. Gespräche über die Protokolle SIP und IAX
Anbieter empfehlen ihren Kunden stets einen
Breitband-Internetanschluss für die
Internet-Telefonie (VoIP), in der Regel einen
DSL-2000-Anschluss, damit Mitnutzer notfalls auch
während des Gesprächs noch über dieselbe Leitung im Internet surfen kann. Jedoch
stehen die schnellen Internetzugänge nicht immer zur Verfügung, in ländlichen
Gebieten oder auf Reisen ins Ausland gibt es häufig keine
Alternative zur analogen Telefonleitung. Kostengünstige Telefonate übers Internet
sind damit für solche Landbewohner oder Reisende nicht möglich. Oder etwa doch?
teltarif.de hat ausprobiert, ob Internet-Telefonate in sinnvoller Qualität auch
über die Schmalband-Internetanbindung geführt
werden können.
nächste Seite: Gespräche über die Protokolle SIP und IAX
Die AusrüstungDabei griffen wir auf einen einfachen, schon leicht in die Jahre gekommenen Laptop mit eingebautem analogem Modem, ein handelsübliches Headset sowie die Programme X-Lite - das auch vom VoIP-Provider sipgate zum Download angeboten wird - und X-Pro sowie den Erlkönig, eine Eigenentwicklung des VoIP-Providers Purtel, zurück. Bei diesen Programmen spricht man im Gegensatz zu den sonst üblichen VoIP-Endgeräten wie etwa der FRITZ!Box Fon von AVM bzw. VoIP-Adaptern wie dem Sipura SPA 2000 von so genannten Softphones, weil sie ein Telefon nur als Software auf dem Rechner abbilden. Das Modem des Laptops haben wir mit der Telefondose verbunden, die Einwahl ins Internet erfolgte über einen Internet-by-Call-Anbieter. Es empfiehlt sich, beim Telefonieren über den Schmalband-Internetzugang keinen breitbandigen Codec wie beispielsweise G711 A zu nutzen, der auch als PCMA bekannt und im ISDN-Bereich bzw. bei ausreichender Bandbreite in der FRITZ!Box Fon verwendet und dort als Festnetzqualität bezeichnet wird. Inklusive des übergelagerten Protokoll-Traffics (Overhead) eine Bandbreite von 64 kBit/s benötigt - die Schmalband-Leitung bietet jedoch nur höchstens 56 kBit/s, in der Praxis verzeichnet man häufig sogar nur Datenübertragungsraten 28 kBit/s oder weniger. Somit käme beim Einsatz eines breitbandigen Sprach-Codecs eine Verbindung erst gar nicht zustande oder die Gesprächsqualität litte unter Störungen wie etwa starkem Echo oder Laufzeitenverzögerungen. Stattdessen setzt man bei der Internet-Telefonie über die analoge Telefonleitung nur sehr schmalbandige Codecs, wie beispielsweise G729 (etwa 12 kBit/s), GSM (der Funktelefon-Codec mit 17 kBit/s) und ilbc (ebenfalls 17 kbit/s, alle jeweils inklusive Overhead) ein. Die TestanordnungUm möglichst objektive Testergebnisse zu erzielen, telefonierten wir sowohl über den Dienst des VoIP-Providers Purtel als auch über den von bellshare. Die Gespräche führten wir innerhalb Deutschlands, nach Polen sowie von Bulgarien aus in das deutsche Fest- und Mobilfunknetz sowie auch direkt von VoIP- zu VoIP-Anschluss.
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