Das Bundesamt für Strahlenschutz (
BfS) zweifelt an
der Aussagekraft des
Reports über die Gefahr von
Handystrahlung, der die EU alarmiert hatte. "Wir haben die Studie geprüft. Nach erster
Prüfung weist sie klare wissenschaftliche Schwächen auf", sagte
Bundesamtssprecher Florian Emrich der
Berliner Zeitung. Es würden Vermischungen vorgenommen, die fachlich
nicht zulässig seien. Dennoch würde sie derzeit detailliert
ausgewertet.
Konsequenzen aus der Studie will das BfS nicht ziehen. "Derzeit
gibt es keinen Anlass, die Grenzwerte zu ändern. Wir empfehlen weiter
einen vorsichtigen Umgang mit Mobilfunk. Nach derzeitigem
Kenntnistand gibt es innerhalb der Grenzwerte keine Gefährdung durch
den Mobilfunk", sagte Emrich.
Als erste EU-Behörde hatte die Europäische Umweltagentur (EEA)
laut einem Vorabbericht des ARD-Magazins Report Mainz ausdrücklich
vor Gesundheitsgefahren durch Handys gewarnt. Es gebe klare Beweise,
dass starke Handy-Nutzer häufiger von Hirntumoren betroffen seien,
sagte die EEA-Direktorin Jaqueline McGlade. Die Behörde in Kopenhagen
bezieht sich auf einen Bericht der Bioinitiative Group, einen
Zusammenschluss internationaler Strahlenforscher.