getestet

Im Test: Das Dual-SIM-Handy DST11 von General Mobile

Zwei SIM-Karten in einem Handy können praktisch sein und Kosten sparen
Kommentare (540)
AAA

Kein Mobilfunktarif ist durchweg günstig - an irgendeiner Stelle versucht der Mobilfunkanbieter, die Kosten, die ihm beispielsweise durch günstige netzinterne Telefonate oder den Mitteilungsversand zum Sonderpreis entstehen, wieder reinzuholen. Die Lösung dieses Problems können so genannte Dual-SIM-Handys sein. In diese Handys kann der Mobilfunkkunde nicht nur eine sondern zwei SIM-Karten einlegen und parallel nutzen. So kann er beispielsweise für das Telefonieren einen günstigen Discount-Tarif nehmen und für das SMS-Versenden den Web-Tarif eines Netzbetreibers mit monatlichen Inklusiv-SMS. Mit dem DST11 des amerikanischen Herstellers General Mobile ist jetzt ein solches Dual-SIM-Handy auf dem deutschen Markt erhältlich. Wir haben es im Test auf Herz und Nieren geprüft.

Das DST11 kommt zusammen mit zwei Akkus

General Mobile DST11
Ein Problem der ersten erhältlichen Dual-SIM-Handys war unter anderem die Akkuleistung gewesen, weil die Energiequelle der Zwei-SIM-Geräte gleich zwei Transceiver versorgen müssen. Mit den Sprech- bzw. Standby-Zeiten herkömmlicher Mobiltelefone konnten die Dual-SIM-Handys dadurch nicht mithalten. General Mobile hat jedoch vorgesorgt: Der Hersteller liefert das DST11 gleich mit zwei Akkus aus. Während der eine Energiespender im Gerät eingesetzt wird, kann der andere über das USB-Ladegerät am laufenden PC aufgeladen werden. Bei der ersten Inbetriebnahme war der Li-Ion-Akku des DST11 mit 950 mAh auf die herkömmliche Weise, d.h. im Mobiltelefon, nach knapp anderthalb Stunden vollständig aufgeladen.

Im Test haben wir beim DST11 auch ohne Akku-Austausch keinen Unterschied zu der Ausdauer herkömmlicher Handys festgestellt. Wer seine auf dem Handy gespeicherten Daten mit dem PC abgleicht, sorgt gleichzeitig auch für zwischenzeitliche Aufladungen: Sobald das DST11 per USB-Kabel mit dem PC verbunden wird, frischt sich sein Akku automatisch auf. Die Standby-Zeit gibt General Mobile mit bis zu 220 Stunden an, die Sprechzeit mit bis zu 220 Minuten. Das DST11 von General Mobile

Zum Einlegen der SIM-Karten muss zunächst der Akku entfernt werden, beide SIM-Karten liegen im Gerät orthogonal zueinander. Nach dem Einschalten des DST11 wird der Nutzer bei aktivierter Sicherheitsfunktion nach den beiden PIN-Codes gefragt. Hat er zuvor nicht überprüft, welcher SIM-Karten-Schacht als PIN 1 bezeichnet wird, kann er hier eventuell zunächst die falschen vier Ziffern eingeben. Ein schnelles Nachschlagen in der Bedienungsanleitung hilft hier nicht weiter, denn diese Information liefert General Mobile bzw. der Vertriebspartner in Deutschland, HSWcom, dort nicht. Nach dem zweiten Fehlversuch bei der PIN-Code-Eingabe sollte der Handynutzer vorsichtig sein, denn bei drei Falscheingaben wird eine SIM-Karte automatisch gesperrt - es kann ja auch sein, dass er sich vertippt hat oder an eine falsche Ziffernkombination denkt.

Telefonieren im Netz von "T-mobile D2"

Nach erfolgreichen PIN-Code-Eingaben erscheinen auf dem Handydisplay Angaben zu den beiden genutzten Netzen bzw. Mobilfunkanbietern, das Datum und die Uhrzeit sowie in der linken oberen Ecke des Bildschirms zwei kleine gelbe Symbole für die SIM-Karten zusammen mit den bekannten Balken-Icons für die Anzeige des gegenwärtigen Netzempfangs. Hier merkt man jedoch auf den ersten Blick, dass das DST11 nicht hierzulande entwickelt wurde. Die Monatsnamen werden falsch buchstabiert ("Oct") und in unserem Test wurde auf dem Display eines der genutzten Netze als "T-mobile D2" angezeigt. Rechtschreibfehler finden sich auch in der Bedienungsanleitung, sogar abrupt endende unvollständige Sätze haben wir entdeckt.

Der Besitzer kann wählen, ob er das DST11 im Dual-Modus, also bei SIM-Karten gleichzeitig, nutzen möchte oder nur jeweils eine bestimmte SIM-Karte zur Zeit. Optional kann er sich das auch jedes Mal beim Einschalten des Handys von Neuem fragen lassen und dann spontan entscheiden.

1 2 3 4 vorletzte