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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 22.03.2010 |
Als nicht mit dem EG-Beihilferecht vereinbar
stuft die Europäische Kommission die in Nordrhein-Westfalen
geplante Förderung von privaten Rundfunkveranstaltern beim digitalen
terrestrischen Antennenfernsehen (DVB-T) ein.
Nach dem bei der Kommission im
Januar 2005 angemeldeten Modell der Landesanstalt für
Medien (LfM) waren
für die Privaten insgesamt 6,8 Millionen Euro Fördermittel für fünf Jahre
vorgesehen, mit denen die Sender einen Teil der Übertragungsentgelte decken
sollten, die sie an den Betreiber des DVB-T-Netzes zu zahlen haben. Damit sollten
die privaten Sendeunternehmen zum Umstieg von der analogen zur digitalen
Rundfunkübertragung motiviert werden. Ein ähnliches Urteil fällte die EU-Kommission
2006 bereits für die DVB-T-Förderung in Berlin.
Enttäuscht, aber nicht überrascht von der EU-Entscheidung zeigte sich Norbert Schneider, Direktor der LfM: "Die Auffassung der Kommission, die Förderung von DVB-T entspreche nicht dem EU-Beihilferecht, kommt nach den Gesprächen und Anhörungen mit Vertretern der Kommission für uns nicht überraschend. Wir kennen noch nicht die genaue Begründung. Wir werden sie prüfen." Schneider sagte weiter, die drei unterschiedlichen Wege (Kabel, Satellit und die Terrestrik) müssten unterschiedlich und jeweils differenziert behandelt werden. "Wir haben Handlungsbedarf beim Antennen-TV als dem schwächsten der Wege gesehen. Uns hindert nun womöglich die Untersagung, die Marktdurchdringung von DVB-T in der Fläche, also auch in ländlichen Regionen, durchzusetzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert die flächendeckende Einführung durch Gebühren. Wir wollen nicht nur in Ballungsgebieten DVB-T. Leider ist diese Möglichkeit zunächst einmal verbaut."
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