Vergleich

Preisvergleich: Die günstigsten Mobilfunk-Discounter im Überblick

SMS-Preis, Minutentarif, Datennutzung und mehr: Was lohnt sich für wen?
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Jahrelang haben die deutschen Mobilfunkkunden auf eins gewartet: Einen Minutenpreis im Mobilfunk von 10 Cent für Gespräche in alle Netze ohne Grundkosten oder Mindestumsatz. Seit einigen Wochen ist es soweit. Mit Fonic und BILDmobil haben gleich zwei Anbieter diese magische Preisschwelle geknackt. Doch sind diese beiden Anbieter somit auch gleichzeitig die empfehlenswertesten? Im Rahmen unseres Themenmonats Mobilfunk haben wir uns den aktuellen Mobilfunk-Discountermarkt angesehen und dabei nicht nur auf den reinen Minutenpreis für Festnetz- und Mobilfunkgespräche geachtet, sondern auch Details wie SMS-Preise, Tarife für Gespräche ins Ausland, Datentarife oder spezielle Community-Tarife geachtet. Welche Anbieter für die verschiedenen Nutzertypen die geeignetsten sind, lesen Sie in diesem ausführlichen Vergleich.

Der Wenignutzer

10 Cent pro Minute in alle Netze und rund um die Uhr sind günstig - keine Frage. Und wer sein Handy auch nur sehr verhalten nutzt und nur wenige Minuten im Monat mit dem Handy telefoniert, kaum SMS schreibt, der kann getrost auf BILDmobil oder Fonic zurückgreifen. Im Falle von 5 Kurzgesprächen im Monat und 5 SMS kommt der Fonic-Kunde im o2-Netz aufgrund des günstigeren SMS-Preises auf einen Gesamtpreis von 1,45 Euro, der BILDmobil-Kunde im Vodafone-Netz auf 1,67 Euro. Nachteil an diesen Tarifen: Die bisherige Rufnummer kann von den Kunden nicht weiterverwendet werden, da die Anbieter keine Portierung anbieten. Gleiches gilt für die Discounter simyo und Blau, die im Fall unseres absoluten Wenignutzers bei Minutenpreisen von 15 Cent insgesamt 1,84 Euro berechnen würden. Erst der vistream-Discounter solomo bietet den Kunden an, die bisherige Nummer weiterzuverwenden. 1,88 Euro zahlt der Kunde bei unserem Nutzungsprofil für die genutzte Leistung. Bei solomo kostet eine Gesprächsminute ins Festnetz 9 Cent, in die Mobilfunknetze 18 Cent. Immerhin: BILDmobil, simyo und blau planen die Einführung der Nummernportierung. Foto: dpa

Kunden, die im Monat knapp 20 Minuten - aber auch jeweils kurz - telefonieren und nur 5 SMS schicken, die dürfen sich mit 3,51 Euro bzw 3,75 Euro ebenfalls bei Fonic und BILDmobil gut aufgehoben fühlen. Direkt danach kommt dann solomo mit 4,25 Euro Kosten und der Möglichkeit der Rufnummernportierung. Der günstigste Anbieter im Netz von T-Mobile ist Pennymobil bzw. ja!mobil. Hier fallen bei 20 Gesprächsminuten und 5 SMS 4,48 Euro an - der Minutenpreis liegt bei 14 Cent. Andere Anbieter - etwa simply mit dem Prepaid-Tarif oder klarmobil - haben zwar auch diesen Minutenpreis, mit einem Minutentakt aber einen schlechteren Abrechnungstakt als die genannten Supermarkt-Discounter.

Wenignutzer-Tarife im Überblick

Wenigtelefonierer
(Preise in Cent)
Stand: 24.10.2007
Fonic BILDmobil solomo 01051 Telecom
Prepaid Prepaid solomo mobile
Gesamtbetrag 3,51 Euro 3,75 Euro 4,25 Euro 4,39 Euro
Minutenpreise
   Festnetz 9,9 10 9 9
   Mobilfunk 9,9 10 18 19
   Community - - 91 92
   Mailbox 0 0 0 0
   Taktung 60/60 60/60 60/1 60/10
SMS & Daten
   Mobilfunk 9,9 14 14 13
   Community - - - -
   Daten pro MB 24 35 24 29
   Taktung (Daten) 100kB 10kB 10kB 100kB
Sonstiges
   Netz o2 Vodafone vistream vistream
   Portierung
   (eingehend)
nein nein 10,00 Euro3 nein
   Preis der Karte 19,99 Euro 9,95 Euro 20,00 Euro 12,99 Euro4
   Startguthaben 10,00 Euro 5,00 Euro 10,00 Euro 10,00 Euro
   Gültigkeit 6 Monate 12 Monate unbegrenzt unbegrenzt
Der Gesamtbetrag setzt sich zusammen aus monatlich etwa 20 Minuten telefonieren (Gesprächsdauer durchschnittlich 44 Sekunden) und 5 SMS pro Monat.

1) Gilt nur für den Rufnummernbereich von solomo.
2) Bis zum 30. November kostenlos.
3) Entfällt bis zum 15. November.
4) Bis 30. November kostet die Karte 9,99 Euro.

Nicht nur auf Minuten- und SMS-Preis achten

Achten sollte der Wenigtelefonierer vor der Entscheidung für einen Tarif auch darauf, ob er Datendienste nutzen möchte. Zumindest das Surfen per WAP rückt immer mehr in den Vordergrund und auch wer sich Klingeltöne oder ähnliches herunterlädt, benötigt GPRS-Daten. Grundsätzlich bieten alle genannten Anbieter außer Pennymobil und ja!mobil GPRS zu recht günstigen Konditionen an. Allerdings sind die Rahmenbedinungen unterschiedlich. So kann der BILDmobil-Kunde zwar mit seinem Handy für 35 Cent pro Megabyte im World Wide Web surfen, wer aber die SIM in der Laptop-Karte oder weitere Datendienste nutzen möchte, der hat - wie berichtet - Probleme. Pluspunkt für Bild: Das Surfen im eigenen Online-Portal ist komplett kostenlos. Fonic-Kunden können zwar alle Daten-Dienste nutzen, haben aber keinen Zugriff auf das UMTS-Netz. Kunden von simyo, blau oder solomo zahlen 24 Cent pro Megabyte im 10-kB-Takt und können das E-Plus UMTS-Netz nutzen.

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