3G-Modell unter Verweis auf hohen Energiebedarf zurückgestellt
Anlässlich der Ankündigung des
iPhone-Vermarktungsstarts in Großbritannien
ging Apple-Chef
Steve Jobs heute auch auf die Frage ein, warum die
europäische Variante des Musik-Handys noch keine
UMTS-Unterstützung
bietet. Jobs begründete den Verzicht auf ein Funkmodul für das
3G-Mobilfunknetz mit dem hohen Energiebedarf der entsprechenden Chips, die
die Akku-Laufzeit derzeit noch
deutlich verkürzen würde. Im kommenden Jahr soll aber ein iPhone-Modell
mit UMTS-Unterstützung auf den Markt kommen.
Datenübertragungen sind mit dem iPhone
derzeit im GSM-Mobilfunknetz per GPRS und
EDGE möglich. T-Mobile,
aller Voraussicht nach Vermarktungspartner für
das iPhone in Deutschland, will bis Jahresende sein komplettes GSM/GPRS-Netz
mit EDGE aufrüsten. Damit sind Datenübertragungsraten
von etwa 200 kBit/s möglich. UMTS, das vor allem in den Städten
und Ballungsgebieten verfügbar
ist, bietet 384 kBit/s. Mit HSDPA-Erweiterung
sind derzeit bis zu 7,2 MBit/s möglich.
Zusätzlich zur GPRS- und EDGE-Nutzung kann man sich mit dem
Apple-Handy auch in WLAN-Hotspots einbuchen. Die von
o2 in
Großbritannien angebotenen Verträge bieten den Zugang zu
rund 7 000 entsprechenden Zugangspunkten. Allerdings
kostet der günstigste iPhone-Vertrag auf der Insel umgerechnet
rund 50 Euro monatlich und das Gerät selbst ist mit knapp
390 Euro ebenfalls teurer als in den USA, wo der
Verkaufspreis vor kurzem gesenkt wurde. Es
wird erwartet, dass deutsche Kunden für das Kult-Handy und einen entsprechenden
Tarif ähnliche Preise wie in Großbritannien zahlen müssen.
Obwohl die hohen Kosten für die Anschaffung und den Vertrag
zumindest einen Teil der potenziellen iPhone-Interessenten
abschrecken dürften, bekräftigte Apple-Chef Jobs heute in London die
Prognose, das Unternehmen werde im kommenden Jahr zehn Millionen iPhones
verkaufen.