teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 09.02.2012 

Telekom: Mit Fernsehtürmen in die Röhre schauen?

12.09.2007
09:31

Die Großsaurier der Funk-Zeit werden langsam überflüssig

In vielen Städten sind sie moderne Wahrzeichen und Anziehungspunkte für Touristen geworden, aber ihre große Zeit ist vorbei: Die Funktürme, die sich bis zu 368 Meter hoch in die Lüfte strecken. Mittlerweile sind Kabelverbindungen billiger als Funkübertragungen, einzelne Türme stehen bereits fast völlig leer. Die Deutsche Funkturm Gesellschaft (DFMG) muss nun umdenken - auch die Restaurants in luftiger Höhe drehen sich zum Teil nicht mehr.

Die Deutsche Telekom will ihre unübersehbaren, aber überflüssigen Immobilien am liebsten loswerden - seit März steht die Funkturmtochter mit 600 Mitarbeitern im März zum Verkauf. Laut Financial Times Deutschland (FTD) soll der Funkturmbetreiber bis zu einer Milliarde Euro wert sein - aber die Investoren sind zögerlich. Bisher wurde noch kein Gebot abgegeben.

Die 2002 gegründete Deutsche Funkturm Gesellschaft betreibt fast 22 000 Funkmasten. Darunter etwa 16 000 Mobilfunkantennen auf Hausdächern, über 6 000 mittelgroße Masten und fast 500 Großtürme, unter ihnen der Berliner Fernsehturm, der Münchner Olympiaturm oder der Kölner Colonia-Turm. Ein Verkauf dieser Anlagen würde die Bilanzen der Telekom spürbar entlasten. Dabei geht es nicht nur um die Türme selbst, auch Grundstücke und Technik gingen an den Käufer über. Vor allem aber sollen potenzielle Käufer auch den Betrieb der Netze übernehmen. Dazu gehört auch der Betrieb aller Masten für T-Mobile, das laut FTD bundesweit größte Mobilfunknetz.

Der Datenverkehr über Glasfaser habe Funkverbindungen abgelöst heißt es, das sei billiger, schneller und sicherer. Das ist auch der Telekom nicht entgangen, erst kürzlich verkaufte sie ihr Richtfunkgeschäft an den Telekomausrüster Ericsson. Garantien für eine weitere Nutzung der bisherigen Antennenstandorte, die auch für einen Verkauf der Funktürme hilfreich wären, wollte Ericsson aber nicht geben. Ein anderes Problem ist, dass keine neuen Anwendungen für die Funktürme in Aussicht sein. Allein von den drehbaren Restaurants, die zum Teil erst saniert werden müssen, könne kein Investor leben. Derzeit werden die Funktürme nur noch für die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen, den Amateurfunk und vereinzelt für den Funkverkehr von Rettungsdiensten noch gebraucht. Selbst Telekom-Mitarbeiter sprechen von einem "Geschäft mit null Fantasie".

Denn Fakt ist, dass die Türme ein erhebliches Kapital binden und teuer im Unterhalt sind. Und nicht nur die Großsaurier der Funk-Zeit, auch die mittelgroßen Masten werden für immer weniger Aufgaben gebraucht. Und im Gegensatz zu den kultigen Hochbauten wie dem Fernsehturm auf dem berliner Alexanderplatz taugen sie nicht einmal als coole Location für Parties oder als Kulisse für Katastrophenfilme.

 
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

Zwei Surf-Flatrates in einem. Jetzt bei o2 sichern  

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: DVBT vom Commerzbank-Hochhaus? musikbox 15.11.07 15:39
RE: DVBT vom Commerzbank-Hochhaus? facteur 15.11.07 15:35
RE: Telekom will Bieterverfahren für ... Spardoktor 30.09.07 18:38
Telekom will Bieterverfahren für ... tcsmoers 28.09.07 23:21
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 12.09.2007:

- Empfehlung für Handy-TV-Netzbetreiber im Herbst
- telegate ändert Kosten für Auslandsauskunft
- Kreise: Telefónica an freenet-Festnetzsparte interessiert
- Bundesregierung will Verbraucher vor Telefonwerbung schützen
- Palm bringt erstes Smartphone ohne Touchscreen
- Nokia E90 Communicator derzeit bei keinem Netzbetreiber lieferbar
- Carpo verschenkt USB-Telefon und 5 Euro an Neukunden
- Neue Antennentechnik: Außenspiegel mit Empfang
- Im mobilen Internet sind Erotik und News gefragt
- E-Plus setzt verstärkt auf Mehrmarken-Strategie
- ITK-Branche enttäuscht die Erwartungen
- Eingabehilfen für Smartphones: Externe Tastaturen
- Telekom: Mit Fernsehtürmen in die Röhre schauen?
- Nur vier statt fünf Sicherheits-Patches von Microsoft
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Ort bzw. Ortsvorwahl
 
Land bzw. Landesvorwahl
 

Festnetz-Anbieter
Auswahl an 010-Anbietern:
01026 Telecom   01026 *
01098telecom   01098*
Arcor   01070
easybell   010010 *
Epag   01052 *
Linecall   01067 *
Maestro   01015 *
OneTel   01086 *
star79   01079 *
Tellina   01041
Tele 2   01013
YooCALL   01021 *
weitere ...    
Anbieter für Ortsgespräche:
01051 Telecom   01051 *
01097 Telecom   01097 *
01088 Telecom   01088
Arcor   01070
freenetPhone   01019
Sparcall   01028
star79   01079 *
Tele 2   01013
Anbieter mit Sekundentakt:
fidelity   mit Anmeldung
fonissimo   01092 *
* = Anbieter mit Tarifansage
Auswahl von
Vollanschlussanbietern:
BiTel   Ostwestfalen
easybell   bundesweit
EWE Tel   360 Städte
htp   Hannover
Alice   bundesweit
M-net   Bayern
NetCologne   Rheinland
Versatel   bundesweit
Vodafone   bundesweit
Telekom   bundesweit

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre