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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
"Illegale Downloads sind keine Kavaliersdelikte"05.09.2007
10:21 Auch im Internet gilt das Urheberrecht
Immer wieder flattert nichtsahnenden
Eltern Post in den Briefkasten: Darin findet sich die Aufforderung,
eine saftige Buße für das illegale Herunterladen von Musik oder
Software aus dem Internet zu bezahlen. "Die Musik- oder
Softwareindustrie spricht urheberrechtliche Abmahnungen aus",
erläutert Rechtsanwalt Johannes Richard aus Rostock. Neben
Unterlassungsansprüchen werden dabei Anwaltskosten und Schadenersatz
geltend gemacht. "Die Beträge können gerade bei der Musikindustrie
leicht mehrere Tausend Euro erreichen."
nächste Seite: Nicht ohne einen Anwalt
Online-Piraten gibt es, seit das Internet ein weit genutztes Medium ist. Doch nicht immer werden Musik, Videos und Software gestohlen, um damit Geld zu verdienen. "Viele sind sich gar nicht darüber bewusst, dass sie eine Straftat begehen", sagt Kathrin Bremer, Referentin für Urheberrecht beim Branchenverband BITKOM in Berlin. Das Bewusstsein über die Urheberrechte - und damit auch das Unrechtsbewusstsein - seien noch immer nicht allzu ausgeprägt. Hoher Schaden durch Internet-Piraterie"Die Hemmschwelle, Ideen, geistiges Eigentum und digitale Inhalte jeglicher Art illegal oder unautorisiert weiter zu verwenden, ist sehr niedrig", sagt auch Christoph Salzig, Sprecher des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) in Düsseldorf. Laut Anwalt Richard wirft die Nutzung sogenannter Peer-to-Peer-Tauschbörsen (p2p) noch immer vielfältige Rechtsfragen auf. "Um es aber klar zu sagen: Die Nutzung ist in der Regel illegal, sei es zum Upload oder zum Download." So regele das Urheberrechtsgesetz eindeutig, dass das Anbieten zum Upload von urheberrechtlich geschützten Dateien mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden kann. Besonders schwierig sei die Situation seit jeher für die Musikindustrie. "Komponisten, Textdichter, Künstler, die Plattenfirmen, aber auch der Handel sind betroffen", sagt Stefan Michalk, Sprecher des Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft (IFPI) in Hamburg. Durch die entgangenen Mehrwertsteuereinnahmen leide sogar der Steuerzahler. "Der geschätzte Schaden durch Internetpiraterie und Kopien liegt bei rund einer Milliarde Euro pro Jahr", sagt Michalk.
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