teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 15.02.2012 

Die Hürden beim Einstieg ins entbündelte DSL

14.08.2007
18:57

Ein direkter Wechsel zwischen den DSL-only-Angeboten ist nicht möglich

Inhaltsverzeichnis:

1. Auswahl zwischen mehreren Anbietern vor Ort
2. Vorhandene Telefonapparate können weiter genutzt werden
Die Zahl der Anbieter von entbündelten DSL-Anschlüssen nimmt stetig zu, gleichzeitig wird die Verfügbarkeit dieser reinen Breitband-Internetanbindungen weiter ausgedehnt. Dabei haben die Interessenten in den erschlossenen Gebieten sogar durchaus die Wahl zwischen den Angeboten verschiedener Anbieter wie etwa 1&1, freenet, HanseNet, Tele2 oder den beiden Monilfunkbetreibern o2 und Vodafone, da die Provider in vielen Fällen - mit den selben Netzbetreibern zusammenarbeiten, beispielsweise mit Telefónica und Plusnet. Die Wahl des Anbieters sollte sorgfältig getroffen werden, denn ein späterer Anbieterwechsel ist nicht ohne weiteres möglich.

Voraussetzung ist ein Telefonanschluss der Deutschen Telekom


DSL-Technik, Foto: QSC
Entbündelter DSL-Anschluss bedeutet momentan hierzulande immer eine Entkopplung der Anschluss- von der Verbindungsleistung auf der so genannten letzten Meile zwischen dem Hauptverteiler und dem Anschluss des Kunden. In der Regel besteht diese Teilnehmeranschlussleitung (TAL) aus einer Kupferdoppelader und gehört der Deutschen Telekom, die allerdings aufgrund ihrer marktberherrschenden Stellung den Wettbewerbern den Zugang zur letzten Meile gewähren muss. Somit können die entbündelten DSL-Anschlüsse aber auch nur dort eingerichtet werden, wo die Telekom über die Kupferdoppelader Telefonanschlüsse bereitstellt. Gar nicht verfügbar sind die reinen DSL-Anbindungen in Glasfasergebieten.

Ein weitgehend nahtloser Wechsel auf eine reine Datenanbindung ist nur für Nutzer mit einem Telefonanschluss der Telekom möglich. Die freie Kupferdoppelader zwischen dem Hauptverteiler der Telekom und dem Anschluss des Kunden wird von dem neuen DSL-Anbieter für die Übertragung der Datenpakete angemietet und der T-Home-Anschluss gekündigt. Um diese Kündigung des Telekom-Anschlussvertrags muss sich der Nutzer in der Regel nicht kümmern, sondern wird vom neuen Anbieter übernommen. Ab dem Hauptverteiler werden bei einer reinen Datenanbindung die Datenpakete dann nicht mehr über das Telekom-Netz sondern über die Leitungen des jeweiligen Netzpartners weitertransportiert.

Wie können Kunden alternativer Telefonfirmen wechseln?

Die Anschlüsse alternativer Telefonfirmen wie Arcor, HanseNet oder Versatel können dagegen von den Anbietern entbündelter DSL-Anschlüsse nicht direkt übernommen werden. Arcor-Kunden müssen also beispielsweise ihren bestehenden Telefonanschluss gekündigt haben und können erst dann die Einrichtung eines entbündelten DSL-Anschlusses in Auftrag geben. Provider wie Tele2 arbeiten aber inzwischen daran, eine solche so genannte Dreier-Portierung einzurichten bzw. eine Alternative dazu zu entwickeln. Dadurch soll schon bald ein direkter Wechsel zwischen entbündelten DSL-Angeboten möglich sein.

Wer zwischendurch nicht auf den Internetzugang verzichten will, kann zurzeit die nackte DSL-Anbindung höchstens noch zusätzlich zum bestehenden Telefonanschluss bestellen, wodurch allerdings jeden Monat doppelte Grundentgelte anfallen und bestehende Rufnummern können auf den neuen Internet-Telefonanschluss nicht übertragen werden. In diesem Fall muss der Kunde bei dem Ausfüllen des Auftragsformulars auf die entsprechende Frage seines neuen Anbieters angeben, dass er keinen Telefonanschluss besitzt, auch wenn dies nicht den Tatsachen entspricht - die Frage bezieht sich aber immer auf einen Telekom-Telefonanschluss. Allerdings ist die Lösung nicht für jeden Haushalt ohne großen Aufwand möglich, da hierfür eine zweite freie Kupferdoppelader bereits vorhanden sein muss.

Ist im Haus oder in der Wohnung des Auftragstellers noch gar kein Telefonanschluss vorhanden, sollte die Einrichtung des reinen Datenanschlusses innerhalb der angebenenen Bereitstellungszeiten, die je nach Anbieter zwischen zwei und sechs Wochen variieren, erfolgen.

Pre-Selection-Tarife können nicht mehr genutzt werden

Beachten müssen die Provider-Wechsler mit Telekom-Telefonanschluss auch bestehende Pre-Selection- oder DSL-Zugangs-Verträge. Diese können über die neue Datenleitung nicht mehr genutzt werden und sollten daher rechtzeitig vom Kunden gekündigt werden. Dadurch können auch bislang genutzte E-Mail-Adressen verloren gehen. Wer seine bestehenden Rufnummern des herkömmlichen Telefonanschlusses künftig auch für den integrierten VoIP-Anschluss nutzen möchte, muss zudem einen Portierungsauftrag unterschreiben und an den neuen DSL-Anbieter senden, der dann für die Übertragung der Telefonnummern sorgt.

© cristimatei / fotolia.de DSL, UMTS, TV-Kabel und Alternativen
Mit rund 20 Millionen Kunden ist DSL mit Abstand die führende Breitband-Technik, doch das Internet über TV-Kabel oder UMTS/HSPA spielt eine immer größere Rolle. Ein Nischendasein führen weiterhin die Zugänge über WiMAX und Satellit.
Informieren Sie sich hier detailliert über Breitband-Internet

 
1 2 >>
 
nächste Seite: Vorhandene Telefonapparate können weiter genutzt werden
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

Hier klicken!
Jetzt neu: die 3fach Flat für nur 27,90€/Monat!
Internet Flat 500 + 1 Monat gratis surfen!

Surf-Flat für zuhause und unterwegs. Jetzt bei o2.  

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: VOIP von Carpo, Sipgate etc. ... Seufz 09.12.07 12:24
Kein Thema stewi12 23.08.07 10:31
Neuanschluß Superkolbi 18.08.07 11:21
RE: Wechsel bei alternativem Anbieter KongoM 17.08.07 19:53
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 14.08.2007:

- Microsoft schließt Schwachstellen in Software-Produkten
- Die Hürden beim Einstieg ins entbündelte DSL
- Skype für das iPhone
- Allmähliche Umstellung auf neuen Datentarif bei Discountern
- Call-by-Call-Vorwahlen richtig nutzen
- VoIP-Anbieter dus.net mit Callthrough-Zugang
- Günstigere GPS-Lösung für Mobiltelefone
- Tchibo: Festnetz-Flatrate künftig auch für Prepaid-Kunden?
- Rückruf: Nokia warnt vor überhitztem Akku
- Fastfood am Millerntor: 20 Euro für Neukunden von congstar
- 22-jähriger Telefon-Hacker nutzte 0800-Nummer mit
- Kartellamt: Mobilfunker dürfen bei Handy-TV kooperieren
- Sony Ericsson stellt neues Cyber-shot-Modell vor
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage



Werbung

hier klicken!



Ihre Ortsvorwahl: (optional)
Ihr jetziger Telefonanschluss:
Anschlusswechsel akzeptabel?
Nutzungsprofil:
Minimaler Downstream:
Wann wollen Sie online gehen?
  
Welche Preisangabe?
 Nur Tarife mit längerer Gültigkeit
Genauer Vergleich
Internet-Anbieter
Die Suchmaske unterstützt mehr als 50 Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, ch, .fr, .com, .net, .org und viele mehr).
gewünschter Domainname:

powered by xdial.de

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre