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Spam-Mails kosten Unternehmen 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr

Verhaltensänderungen beim Nutzer führen zu Kostensteigerungen
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Ein Wissenschaftlerteam der Universität Hamburg hat nach eigenen Angaben erstmals die Kosten, die in Unternehmen durch die Bearbeitung von unerwünschten E-Mails (Spam) anfallen, empirisch berechnet. Wie das Team rund um Prof. Dr. Michel Clement vom Institut für Marketing und Medien ermittelte, kostet Spam die Unternehmen rund 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr. Durch den Einsatz von Anti-Spam-Lösungen, die sich dem Verhalten der E-Mail-Nutzer und dem der Spam-Versender anpassen, sollen sich diese Kosten aber deutlich reduzieren lassen.

Verhaltensänderungen beim Nutzer treiben die Kosten

Die Studie "Kosten und Kostentreiber von unerwünschten Werbemails (Spam)" analysiert rund 1 000 Mitarbeiter einer Universität in Bezug auf ihren Umgang mit Spam empirisch. Die Verfasser zeigen dabei auf, dass nicht nur die Anzahl der Spam-Mails die Kosten in die Höhe treibt, sondern vor allem die bei den Empfängern eintretenden Verhaltensänderungen. Von Spam betroffene E-Mail-Nutzer kontrollieren sehr viel öfter ihr Postfach, weil sie fürchten, wichtige E-Mails zu übersehen oder versehentlich zu löschen. Im Vergleich dazu fallen technische Kosten, wie zusätzlicher Speicherplatz, und der Zusatzaufwand von IT-Abteilungen weniger ins Gewicht.

Die Studie empfiehlt deswegen den Einsatz von zentralen Spamfilter-Lösungen, die den einzelnen E-Mail-Nutzern Zugriff auf Filter-Einstellungen ermöglicht. "Filterlösungen, die starr, ohne Einflussmöglichkeit für die Anwenderarbeiten, steigern das Unsicherheitsgefühl eher und stellen deswegen potentiell Kostentreiber dar", erklärt Professor Clement.

Viele nützliche Tipps und Tricks wie Sie sich einfach und wirkungsvoll vor Spam schützen können, hat teltarif auf einer Infoseite für Sie zusammengetragen.

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