Autoren einer Studie sehen keinen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern
eines
UMTS-Sendemasten und Befindlichkeitsstörungen. Doch
selbst Experten würden beim Mobilfunk auf den Noceboeffekt hereinfallen. Dieser Effekt
sei das Gegenteil des bekannteren Placeboeffekts, und er bedeute, dass negative
Erwartungen einen nachteiligen Einfluss haben können. Das Ergebnis der Untersuchung
stellte das Bayerische Landesamt für Umwelt
(
LfU) heute vor. Die Studienteilnehmer des Landesamtes fühlten sich den Angaben zufolge deutlich schlechter,
wenn sie annahmen, die UMTS-Mobilfunkbasisstation auf dem Dach des LfU sei angeschaltet,
obwohl sie tatsächlich nicht in Betrieb war. Die Pilotstudie habe so gezeigt, dass sich die
elektromagnetischen Felder eines Sendemasten nicht "erspüren" ließen.
Drei Monate lang hatten zu Beginn und am Ende eines Arbeitstages fast
100 LfU-Mitarbeiter das eigene Befinden bewertet. Mehr als 20 mögliche
Beschwerden umfasste der Fragebogen, von Kopfschmerzen über Atembeschwerden, trockene
Haut bis zu Allergien. Die ausgefüllten Fragebögen waren online von der Universität
Eichstätt ausgewertet worden. Ein Mobilfunkunternehmen hatte eine Mobilfunkbasisstation
mit UMTS zur Verfügung gestellt. Ein Laptop mit einem Zufallsgenerator steuerte, ob und
wann die Station sendete. Eine Messeinrichtung zeichnete die Sendeleistung rund um die
Uhr auf.
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