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Das iPhone in einem ersten Test

Das Apple-Handy hat das Zeug zum Kassenschlager
Von Anette Dowideit
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Seit es Mobiltelefone gibt, ist kaum ein Handy mit so viel Spannung erwartet worden wie das iPhone – das erste Telefon des kalifornischen Technologiekonzerns Apple. Am Freitag um Punkt 18 Uhr Ortszeit fiel in den USA der Startschuss für den Verkauf des Geräts. Der Apple-Laden an der New Yorker Fifth Avenue, die wohl bekannteste Filiale des Unternehmens, war schon seit dem frühen Morgen von Kaufwilligen, Fernsehkameras und Schaulustigen umlagert. Nach knapp zwei Stunden Wartezeit konnten wir das Gerät einem ersten Kurztest unterziehen.

Touchscreen hält, was Werbung verspricht

Großzügiges Display Viel beworben hat Apple vor allem den Touchscreen, über den das iPhone komplett bedient wird. Dieser soll laut Ankündigung die Bedienung weitaus intuitiver machen, als dies bei bisherigen Mobiltelefonen der Fall ist. Das Display (480 mal 320 Pixel) ist klar und scharf. Es dominiert mit seiner Länge von 8,9 Zentimetern das insgesamt 11,5 Zentimeter lange Gerät. Auf den ersten Blick fällt allerdings auf, dass sich schnell Fingerabdrücke auf dem Display bilden. Bei künstlichem Licht lenken diese je nach Ablesewinkel vom dargestellten Inhalt ab. Vermeiden lässt sich dies nicht - denn das iPhone kann weder per Stift, noch mit Handschuhen bedient werden.

Das Design des Bedienungsmenüs erschließt sich tatsächlich auch für Techniklaien einfach. Mit dem Zeigefinger verschiebt man auf dem Display einen visuellen Balken, um die Tastensperre aufzuheben. Im Startmenü erscheinen dann die Symbole, unter anderem für Textnachrichten, Musik, Internet und Anrufe. Auch einen direkten Link zur Internet-Videoseite YouTube gibt es.

Übung erforderlich

Apple iPhone 8GB
Schwierigkeiten bereitet der Touchscreen allerdings beim Tippen von E-Mails. Im Gegensatz zu Geräten wie dem Blackberry mit Volltastatur sind die auf dem Touchscreen dargestellten Tasten schmaler als der Daumen. Erst nach dem Anwählen einer Taste poppt eine Vergrößerung des entsprechenden Buchstabens auf. Somit tippt man zumindest als ungeübter Nutzer häufig daneben. Mehrere US-Journalisten, die das iPhone in den vergangenen Wochen vorab testen durften, berichteten, dass sie mindestens eine Woche gebraucht hätten, um diese Funktion einigermaßen in den Griff zu bekommen. Alle wollen das iPhone testen

Das Bilderarchiv des Handys lässt sich spielerisch bedienen. Mit Daumen und Zeigefinger lassen sich Fotos auf dem Bildschirm bewegen und heranzoomen. Ein wenig Übung braucht es allerdings auch hier, bis man den gewünschten Bildausschnitt ohne zu zittern anwählen kann. Beim Betrachten der Bilder kann der Nutzer das Handy in die waagerechte Position drehen. Das Gerät erkennt dies – und das Bild dreht sich automatisch mit. Dabei kommt es allerdings häufiger zu einer Verzögerungssekunde.

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