Arbeitsmarkt

Nokia Siemens streicht 2 300 Stellen in Deutschland

Einigung des finnisch-deutschen Unternehmens mit Arbeitnehmervertretern
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Der Telekommunikationskonzern Nokia Siemens Networks baut in Deutschland 2 290 Stellen ab. Wie das finnisch-deutsche Unternehmen in München mitteilte, hätten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter nach intensiven Verhandlungen in dieser Woche darauf verständigt.

"Beide Seiten werten die Einigung als Erfolg und haben vereinbart, ihre Verhandlungen zur konkreten Umsetzung des Stellenabbaus bereits in der kommenden Woche fortzusetzen", hieß es in der Mitteilung weiter. Eine rasche Einigung noch vor der Sommerpause werde angestrebt. "Die gemeinsame Zielsetzung auch für die weiteren Verhandlungen ist es, zügig Klarheit über die konkrete Umsetzung im Unternehmen zu schaffen." Vereinbart worden sei zudem, in einer gemeinsamen Projektgruppe Innovationsinitiativen für Nokia Siemens Networks in Deutschland zu erarbeiten.

Der Telekomausrüster hatte bereits einige Wochen nach dem Start angekündigt, in Deutschland bis zu 2 900 der 13 000 Arbeitsplätze zu streichen. Weltweit sollen 9 000 von bisher 60 000 Stellen wegfallen. Die IG Metall hatte Mitte Juni während einer Protestveranstaltung kritisiert, dass sich das Unternehmen seit Bekanntgabe der Pläne "keinen Millimeter bewegt" habe.

Nokia Siemens Networks zählt nach eigenen Angaben mit einem kombinierten Pro-Forma-Nettoumsatz von 17,1 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2006 zu den größten Infrastrukturunternehmen der Telekommunikationsbranche. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der Netzwerksparte von Nokia und dem Geschäft mit Netzwerkbetreibern von Siemens Communications.