Abstimmung

Telekom-Beschäftigte nehmen Tarifkompromiss an

Knapp drei Viertel der Stimmberechtigten sind für Einigung
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Die Mitarbeiter der Deutschen Telekom haben dem zwischen dem Konzern und der Gewerkschaft ver.di ausgehandelten Tarifkompromiss zur Verlagerung von rund 50 000 Mitarbeitern in Tochtergesellschaften zugestimmt und den Streik offiziell beendet. Bei einer Urabstimmung nahmen 72,6 Prozent den Kompromiss an, wie ver.di heute Abend in Berlin mitteilte. Am Donnerstag und heute waren rund 22 000 gewerkschaftlich organisierte Telekom-Beschäftigte an etwa 350 Standorten Deutschland zur Urabstimmung aufgerufen. Mindestens 25 Prozent mussten für die Annahme ihre Zustimmung erteilen.

ver.di und die Telekom hatten sich nach monatelangem Streit und wochenlangen Streiks in der vergangenen Woche auf Bedingungen für die Verlagerung von rund 50 000 Arbeitsplätzen in Service-Gesellschaften geeinigt. Im Kern sollen die Mitarbeiter vier Wochenstunden ohne Lohnausgleich mehr arbeiten. Gleichzeitig werden die Gehälter um 6,5 Prozent gesenkt. Hauptergebnis der Verhandlungen ist es, dass diese Absenkung, die ursprünglich noch höher ausfallen sollte, über die kommenden Jahre durch Ausgleichszahlungen und Tariferhöhungen abgefedert wird, so dass unterm Strich die Gehälter gleich bleiben.

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