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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Ein Jahr Handy-TV in Deutschland31.05.2007
18:05 watcha wartet aber nach wie vor auf Kunden
Handy-TV startete in Deutschland zunächst über
UMTS. Das funktioniert allerdings nur dann
reibungslos, wenn verhältnismäßig wenige Nutzer auf die Streams zugreifen.
Ansonsten stoßen die Netze schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Außerdem
war die Bildqualität zumindest bisher eher eingeschränkt. Die Konturen
sind oft verwaschen, bei schnellen Bewegungen gibt es Aussetzer und Bild und
Ton sind oft nicht synchron. Es ist daher schon lange erklärtes Ziel der
Mobilfunk-Anbieter, das mobile Fernsehen über andere Verbreitungswege als
das bestehende UMTS-Netz abzuwickeln.
nächste Seite: ARD und ZDF dauerhaft unverschlüsselt
Zur Auswahl stehen zwei verschiedene Übertragungsstandards: einerseits
das mit dem terrestrischen Digitalfernsehen DVB-T
verwandte DVB-H-Verfahren und zum anderen der auf DAB-Digitalradio aufsetzende
DMB-Standard, der in Korea bereits erfolgreich
für Handy-TV eingesetzt wird. Für DMB standen schon im vergangenen Jahr
Frequenzen zur Verfügung, während sich die DVB-H-Frequenzvergabe langwieriger
gestaltet.
DVB-H-Pilotprojekt der Mobilfunk-Netzbetreiber startete Ende Mai 2006Dennoch starteten T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 Ende Mai 2006 in Berlin, Hamburg, Hannover und München ein gemeinsames DVB-H-Pilotprojekt, um vor allem während der Fußball-Weltmeisterschaft die Leistungsfähigkeit des Systems zu demonstrieren. Allerdings hatten nur ausgewählte Testpersonen die Möglichkeit, das Programmangebot zu nutzen. Mehr als 20 TV- und Radioprogramme wurden ausgestrahlt und konnten bei Tests der teltarif.de-Redaktion auch im fahrenden Auto gut empfangen werden. Ende August wurde das Pilotprojekt zunächst wieder eingestellt. E-Plus hat das Konsortium, das sich um eine längerfristige und bundesweite DVB-H-Lizenz bewirbt, inzwischen verlassen. Die drei anderen Netzbetreiber, die ursprünglich noch zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf Sendung gehen wollen, peilen inzwischen einen Start in 2008 an. Die Frequenz- und Lizenzvergabeverfahren laufen mittlerweile, lediglich das Bundeskartellamt könnte noch einen Strich durch die Rechnung machen. Das könnte dann passieren, wenn die Kartellwächter von einer Monopolstellung des Drei-Netzbetreiber-Konsortiums ausgehen. watcha seit einem Jahr im RegelbetriebDerartige Probleme gibt es bei watcha nicht. Dieses mobile Fernsehangebot ist seit genau einem Jahr auf Basis des DMB-Standards auf Sendung. Die Betreibergesellschaft MFD hatte noch rechtzeitig vor der Fußball-Weltmeisterschaft die nötigen Sendelizenzen erhalten und ging zunächst in Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und München auf Sendung. Wenige Tage später startete watcha auch in Nürnberg, während das Paket in Hamburg, Hannover und Gelsenkirchen zunächst nur im Testbetrieb lief. Ab September wurde das Sendegebiet auf Leipzig und Dortmund ausgedehnt. Mittlerweile wird in insgesamt 16 Städten gesendet. Ein Ausbau des Verbreitungsgebiets ist geplant. Zuletzt wurde im Rhein-Main-Gebiet ein Sender auf dem 880 Meter hohen Großen Feldberg in Betrieb genommen, so dass neben der Stadt Frankfurt auch die gesamte Region mit dem Handy-TV-Paket versorgt wird.
Im Vergleich zum DVB-H-Pilotprojekt noch recht klein ist das gebotene
Programmpaket. Zum Start waren das ZDF und N24, ein Comedykanal von ProSiebenSat.1
und MTV Music an Bord. Angereichert wurde die Palette mit dem Visual-Radio-Sender
bigFM2see. Im Oktober wurde der Comedykanal durch das speziell auf die Nutzung
am Handy-Display zugeschnittene Programm
ProSiebenSat.1 Mobile ersetzt. Anfang Mai kam
mit dem ARD-Hauptprogramm ein weiterer Sender
hinzu.
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