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Brandenburgs CDU lehnt Handyverbot in Schulen ab

Nutzung sollte in der Hausordnung klar geregelt werden
Von dpa /
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Die CDU hat sich strikt gegen ein Handyverbot in Brandenburgs Schulen ausgesprochen. Lediglich drei Prozent der Schüler nutzten ihr Mobiltelefon innerhalb des Unterrichts, sagte der Bildungsexperte der CDU-Landtagsfraktion, Ingo Senftleben, heute in Potsdam. Ein Verbot sei deshalb völlig kontraproduktiv.

Stattdessen sollten die Schulen die Nutzung von Handys klar in ihrer jeweiligen Hausordnung regeln. Dazu gehöre auch, dass innerhalb des Unterrichts die Handys ausgeschaltet werden müssten, betonte Senfleben. Es müsse eine gesunde Abwägung zwischen der Selbstbestimmtheit der Jugendlichen und den vorhandenen Gefahren gefunden werden. Dafür trügen die Eltern eine große Verantwortung.

Während 1998 nur acht Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren ein Handy besessen hätten, wären es inzwischen bereits 90 Prozent, so Senftleben. Laut Umfragen würden Jugendliche heute die Hälfte ihres Taschengeldes für das Handy ausgeben. Deshalb wären Lehrer, Eltern und auch die Politik in der Pflicht, verantwortungsvoll mit den Vor- und Nachteilen des Handys umzugehen, sagte der CDU-Politiker.

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