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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Editorial: Scheitert Handy-TV an Standard-Chaos?29.04.2007
18:40 Viele unterschiedliche Technologien konkurrierenInhaltsverzeichnis:1. Langsam wird es unübersichtlich: Technologien für Handy-TV2. Kauderwelsch, Frequenzverknappung und Verbraucher-Verunsicherung 3. Handy-TV-Netze überhaupt sinnvoll?
Langsam wird es unübersichtlich: Neben
DVB-H und
DMB
konkurrieren nun auch noch die Technologien
MediaFLO,
ATSC-M/H,
MBMS und
DXB
um den Aufbau der
Handy-TV-Netze. Dadurch droht das
zarte Pflänzchen Handy-TV zertrampelt zu werden, bevor es sich überhaupt
in seiner Nische etablieren konnte.
nächste Seite: Kauderwelsch, Frequenzverknappung und Verbraucher-Verunsicherung
Die Vielfalt hat zum Teil sicher regionale Gründe. DVB-H wird von Nokia und anderen großen europäischen Tk-Anbietern getrieben, worauf die Asiaten, allen voran Samsung und LG, mit DMB konterten. Die USA brachten dann eben MediaFLO (Qualcomm) und nun ATSC-M/H ins Rennen. Das ATSC-Konsortium nennt als Mitglieder Microsoft, AMD/ATI und diverse Größen der Unterhaltungsindustrie wie Time Warner oder Universal Studios. DXB ist hingegen eine Erweiterung von DVB-H und DMB, die das gleichzeitige Verbreiten eines Inhalts über beide Technologien ermöglichen soll. Er ist aber zumindest inkompatibel zu DMB. MBMS hingegen erweitert UMTS und HSDPA um eine Broadcast-Komponente im Downstream. Es benötigt somit keine neuen Sender, sehr wohl aber neue Software in Basisstationen und Handys. Un-StandardsJedes dieser neuen Verfahren wird in den Pressemitteilungen de Unternehmen meist als "neuer Standard" angepriesen, zusammen mit den angeblichen oder tatsächlichen Vorzügen, wie effizienterer Frequenznutzung, einfacherer Implementation, geringerem Stromverbrauch usw. Doch will mir das Wort "Standard" in Bezug auf die Handy-TV-Technologien immer weniger über die Lippen gehen. "Standards" sind nämlich Verfahren, die eine Standardisierung hinter sich gebracht haben, sei es durch die politisch erteilte Legitimation eines Gremiums, durch die allmähliche und zunehmende Einbürgerung und Gewöhnung an eine bestimmte Vorgehensweise oder schlicht und einfach durch die Marktmacht eines Unternehmens (= "Industriestandard").
Hier haben wir es jedoch mit dem gegenteiligen Trend zu tun, der
Positionierung jeweils neuer, durch das Patent-Portfolio der jeweiligen
Promotoren abgesicherter Standard-Kandidaten. So lange sich nicht
dazu berufene Gremien oder "der Markt" auf eine der Wahlmöglichkeiten
als Standard einigen, handelt es sich also nicht um Standards, sondern
um deren Gegenteil, um Un-Standards.
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