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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
Der erhobene Zeigefinger bei unseriösen Websites23.04.2007
08:46 Software ermahnt Internetnutzer zu besonderer Aufmerksamkeit
Manch eine Internetseite birgt Gefahren: Phisher können über
manipulierte Seiten an die Kontodaten unbedarfter Besucher gelangen, Schädlinge können sich unbemerkt auf
den Rechner des Nutzers schleichen, und scheinbar kostenlose Dienste können sich später als teure
Abofallen erweisen. Eine spezielle Software soll seit einigen Wochen dafür
sorgen, dass die Internetnutzer vor unseriösen Webseiten gewarnt werden und die dort offerierten Dienste vor
der Nutzung sorgfältiger in Augenschein genommen werden. Die Idee hinter der Software: Jeder Anwender
kann mitmachen und andere Internetuser mit seinen Erfahrungsberichten warnen.
Um künftig Warnhinweise zu bekannten, als unseriös eingestuften Websites zu erhalten, müssen die Internetnutzer eine 5 MB große, kostenlose Software-Anwendung von der Website www.officerblue.de herunterladen, die auf den Windows-Systemen ME, XP und Vista läuft. Wer schlechte Erfahrungen mit einem Webangebot erlebt hat, gibt auf "Officer Blue" eine negative Bewertung für die entsprechende Webadresse ab. Ab diesem Zeitpunkt erhält jeder weitere Verbraucher, der diese Seite aufruft, einen Warnhinweis. Um eigene Beurteilungen abgeben zu können, müssen die Nutzer sich zuvor für den Dienst registrieren. Software kann für mehr Sicherheitsbewusstsein der Nutzer sorgen
Natürlich bietet die Software allein keinen wirklichen Schutz vor den Gefahren im Netz, sie kann aber dafür sorgen, dass die Nutzer künftig aufmerksamer im Internet surfen und per Fingerzeig vor Websites gewarnt werden, bei denen der Verdacht auf ein unseriöses Angebot besteht. Nur durch das fehlende Sicherheitsbewusstsein vieler Internetnutzer können Phisher, Abodienste und Konsorten überhaupt ihre Geschäfte betreiben. Schutz vor Viren, Würmern und anderen Internet-Schädlingen bietet Officer Blue nicht, dafür benötigt der User immer noch Anti-Viren-Software und eine Firewall. Dafür, dass die Einträge dem wahren Charakter einer Homepage möglichst nah kommen, soll einerseits die Anzahl der verschiedenen User-Einträge sowie die Gegenprüfung durch feste Officer-Blue-Mitarbeiter sorgen. Reine User-Bewertungen und "offizielle" Bewertungen werden jeweils getrennt geführt. Verbraucherschützer sollen in Webseiten-Bewertung eingebunden werdenDie Datenbank und die Software zur Erfassung unseriöser Webseiten und zur Warnung davor werden von einer privatwirtschaftlichen Initiative unter Federführung der Beratungsgesellschaft Berger-Münch Project Management AG betrieben. Als Verband steht die Software-Initiative Deutschland dahinter. Die Grundlage für die Bewertung stellen Black- und Whitelists verschiedener Organisationen und Dienste dar. Zurzeit prüfen zudem vier Mitarbeiter in der Officer-Blue-Redaktion Websites auf ihre Seriosität, künftig sollen aber auch andere Stellen wie etwa die Verbraucherzentrale Berlin oder Ombudsman.at in Österreich in die Beurteilung von Online-Angeboten eingebunden werden. Vorstellbar sei auch, dass bald auch bestimmte Internetnutzer nach dem "Wikipedia-Prinzip" mitwirken. "Alle Internet-Nutzer sind aufgefordert, negative Webseiten zu melden", bittet Michael Schindler, Vorstand der Betreibergesellschaft Berger-Münch und Vorsitzender des Ausschusses für Internetsicherheit bei der Software-Initiative Deutschland. Nach seinen Angaben ist die Datenbank groß genug ausgelegt, um binnen kürzester Zeit eine Verdoppelung auf fünf Millionen Einträge aufzunehmen. Mehr als 2,5 Million Webseiten seien in der Anti-Onlinebetrugs-Datenbank von Officer Blue schon erfasst, jeden Tag kämen mehrere Tausend neue Einträge hinzu. Anzeige:
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