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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 21.03.2010 |
Karl-Gerhard Eick kommt in diesen Tagen nicht
mehr zur Ruhe. Der Finanzvorstand der
Deutschen Telekom, der seit
wenigen Monaten auch kommissarischer Personalchef ist, drückt aufs
Tempo: An diesem Dienstag unternehmen Telekom und ver.di einen neuen
Versuch, ihren Streit
über die Auslagerung von 50 000 Arbeitsplätzen
zu lösen. Es ist möglicherweise die letzte Chance, einen Großkonflikt
bei der Telekom zu vermeiden. Ob im rheinland-pfälzischen Maischoß an
der Ahr, wo die weltweit älteste Winzergenossenschaft sitzt, die
Weingeister die Gespräche beflügeln können, bleibt abzuwarten.
Die Telekom-Vorstand will möglichst schnell eine Einigung mit ver.di über den größten Stellenumbau seit Privatisierung des Unternehmens erzielen. Doch die Aussichten stehen nicht gut. Nachdem in den vergangenen Wochen rund 30 000 Mitarbeiter des rosa Riesen bundesweit in Warnstreiks getreten waren, kann eine Ausweitung der Protestaktionen bis hin zu einem flächendeckenden Streik nicht mehr ausgeschlossen werden. Die Große Tarifkommission hatte am vergangenen Dienstag die ver.di-Verhandlungsdelegation unter Führung von Lothar Schröder aufgefordert, in die Vorbereitungen für eine Urabstimmung zu gehen, nachdem die vierte Runde ausgesetzt worden war. Gleichzeitig verlangte das Gremium ultimativ Verhandlungen über einen gesonderten Tarifschutz für die von der Auslagerung betroffenen Beschäftigten. Tatsächlich könnten die Positionen unterschiedlicher nicht sein. Experten fragen sich, wie die Tarifpartner die tiefe Kluft überhaupt überbrücken können. Die Telekom hält das Vorgehen von ver.di für den falschen Weg. Da werde der zweite Schritt vor dem ersten gemacht und das Pferd von hinten aufgezäumt, sagt ein Telekom-Sprecher. Zwar sei das Unternehmen bereit, über einen Nachteilsausgleich zu verhandeln. Aber zunächst müssten die Punkte angesprochen werden, die strittig seien - nämlich: Einkommen, die Verlängerung der Wochenarbeitszeiten, Pausenregelungen und Einstiegsgehälter.
Telekom-Vorstand sieht zu seinen Plänen keine Alternativen
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