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Handystrahlung auf dem Prüfstand17.04.2007
16:03 Landesweite Mobilfunkmessreihe in Sachsen gestartet
Unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und
Landwirtschaft startet das Informationszentrum Mobilfunk e.V.
(IZMF)
heute eine landesweite Mobilfunkmessreihe in Sachsen. In den kommenden Wochen
werden Experten des TÜV in 16 Kommunen an 18 Standorten die
elektromagnetischen Felder in der Nähe von Mobilfunksendeanlagen messen. Wo
diese Messungen durchgeführt werden, haben die Kommunen selbst ausgewählt. Das
Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie begleitet die Messungen fachlich.
Mit der Mobilfunkmessreihe will das Informationszentrum Mobilfunk e.V. Klarheit über die tatsächlichen Immissionen in der direkten Umgebung von Mobilfunksendeanlagen und im Wohnbereich schaffen. Dabei sollen auch Anlagen des Mobilfunkstandards UMTS und DVB-T-Sender des neuen digitalen Fernsehens unter die Lupe genommen werden. Unter dem Motto "Sicherheit durch Transparenz" schließt das IZMF mit dieser Kampagne an die bereits in Nordrhein-Westfalen (2003), Hessen (2004), Niedersachsen (2005) und Thüringen (2006) erfolgreich durchgeführten Mess- und Informationsreihen an. "Mit den umfangreichen Messungen und einem breiten Informationsgebot für Öffentlichkeit und Kommunen wollen wir zu einem besseren Verständnis über die Wirkungsweise elektromagnetischer Felder beitragen", erläutert IZMF-Geschäftsführerin Dagmar Wiebusch in Dresden. "Ziel ist es, dass sich die Bürgerinnen und Bürger anhand der Messergebnisse selbst ein Bild davon machen können, welche elektromagnetischen Felder in ihrer Nachbarschaft typischerweise auftreten." Auch die Sächsische Landesregierung wünscht stichhaltige Informationen über Mobilfunk-Immissionen. "Wir merken das steigende Interesse der Menschen an konkreten Daten über die Immissionssituation, insbesondere in Wohngebieten und Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten", betont Staatsminister Stansilaw Tillich. "Das Konzept der heute startenden Mess- und Informationsreihe in Sachsen ergänzt hervorragend unsere Bemühungen und dient der sachlichen Aufklärung der Bevölkerung." Präsentation der Ergebnisse im JuniDie Experten des TÜV Nord führen die Messungen entsprechend den Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) durch. Damit wird sichergestellt, dass die Ergebnisse der Messreihe dem bundesweiten Qualitätsstandard für EMF-Messungen entsprechen. Erfasst werden dabei neben dem Mobilfunk auch sämtliche Immissionen aller anderen Hochfrequenzquellen wie beispielsweise Rundfunk, Fernsehen oder BOS-Funk. Zusätzlich wird an allen Messpunkten eine mobilfunkspezifische Detailuntersuchung durchgeführt. Dabei werden die ermittelten Mobilfunk-Messergebnisse auf eine theoretische Vollauslastung der Sendeanlagen hochgerechnet. Diese Methode stellt sicher, dass stets auch die theoretisch höchstmögliche Mobilfunk-Exposition rechnerisch dargestellt wird, selbst wenn diese im Alltag so gut wie nie erreicht wird. "Die Ergebnisse der Messkampagne liefern damit eine sinnvolle Ergänzung zu den in der Datenbank der Bundesnetzagentur veröffentlichten Messwerte", so Annette Pausch vom Landesamt für Umwelt und Geologie. Nach Abschluss aller Messungen und Auswertung der gewonnenen Daten präsentiert das Informationszentrum Mobilfunk die Messergebnisse in Dresden im Rahmen einer Pressekonferenz am 26. Juni. Die Messergebnisse und die Bewertung aus technischer und biologischer Sicht wie auch alle Informationen zum Messverfahren stehen nach Abschluss der Messreihe unter der Homepage von IZMF zum Download bereit. Anzeige:
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