Die Dienstleistungsgewerkschaft
ver.di weitet
ihre
Warnstreiks bei der
Deutschen Telekom wiederum aus. Parallel zu der
vierten Verhandlungsrunde in Bonn über die geplante Ausgliederung von
50 000 Stellen sei heute bundesweit mit massiven Streikaktionen
in allen Servicebereichen zu rechnen, hieß es. In Bayern soll den
Angaben zufolge an den Standorten Augsburg, Ingolstadt, Kempten,
Weilheim, München, Landshut, Passau, Bamberg, Regensburg, Weiden,
Rosenheim, Traunstein und Würzburg gestreikt werden.
"Die Beschäftigten wollen jetzt endlich Klarheit über ihre
Perspektiven in den geplanten Servicegesellschaften", sagte
ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Er erwarte, dass der
Telekom-Vorstand seine Hinhaltetaktik aufgebe. Bevor über die
Arbeitsbedingungen in den neuen, noch nicht gegründeten
Servicegesellschaften verhandelt werden könne, müsse ein tariflicher
Schutz der betroffenen Beschäftigten vereinbart werden.
Die Telekom will bundesweit Mitarbeiter in Tochtergesellschaften
auslagern und diese zu schlechteren Bedingungen beschäftigen. Die
ersten drei Verhandlungsrunden waren jeweils ohne Einigung vertagt
worden. Die Gesprächsrunde am Donnerstag wurde von massiven
Warnstreiks in zwölf Bundesländern begleitet.
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