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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Umfrage: Viele Kliniken würden Handyverbot gerne aufheben13.04.2007
14:08 Etliche Betreiber halten das Verbot für nicht mehr zeitgemäß
Im Krankenhaus ist das Telefonieren für Patienten meist teuer. Noch sind vielerorts Handys für
Patienten verboten, Billignummern vom Festnetz kann man meist nicht wählen. Doch das
strikte Handyverbot, das mit möglichen Störungen der medizinischen Geräte begründet wird,
wankt, das ergab eine weitere dpa-Umfrage in größeren Krankenhäusern. Die
Unikliniken in Kiel und Lübeck sowie Krankenhäuser in Hannover, Frankfurt und Halle gestatten den Patienten
bereits Mobiltelefone - außer im OP-Bereich und auf der Intensivstation.
Das Verbot sei nicht mehr zeitgemäß, teilte die Geschäftsführung des Klinikums "Region Hannover" Ende März mit. Das Risiko, dass durch mobile Telefone medizinische Geräte gestört würden, sei minimal und ließe sich bei verantwortungsvollem Gebrauch so gut wie ausschließen. In der Medizinischen Hochschule Hannover ist das Handyverbot bereits seit einigen Jahren aufgehoben. In der Uniklinik in Frankfurt am Main ist seit Januar das eigene Telefon am Ohr zugelassen. In der Tat ist das Verbot einer Studie zufolge unnötig: In 300 Tests habe sich die Nutzung von Mobiltelefonen kein einziges Mal auf die technischen Geräte der Klinik ausgewirkt, schrieben kürzlich US-Forscher im Fachblatt Mayo Clinic Proceedings. Fotohandys bereiten neue ProblemeIm Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf werden Verstöße je nach Station mehr oder weniger toleriert. "Wir würden das Handyverbot gerne aufheben", sagte Sprecher Mathias Goyen. Für einen Anschluss müssen Patienten noch eine Telefonkarte für 20 Euro aus einem Automaten ziehen. Die Anmeldegebühr beträgt 2 Euro, der tägliche Grundpreis 1,90 Euro. Pro Einheit werden zwölf Cent fällig. In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) will der Klinikvorstand über das Thema in Kürze beraten. Viele Patienten hätten den Wunsch, das eigene Telefon zu benutzen, sagte ein Sprecher. Auch an der Uniklinik in Mainz wird überlegt, den Griff zum Handy zu erlauben. Im Klinikum der Uni München gilt das Verbot noch - auch aus Datenschutzgründen: Dabei bereiteten Fotohandys neue Probleme. Auch im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart sind Mobiltelefone verboten. Aber da Ärzte auch ihre Telefone bei sich tragen, werden Handys der Patienten meist geduldet, außer vor OP-Sälen. Ähnlich handhaben es die St.-Vincentius-Kliniken in Karlsruhe. Nach Angaben einer Mitarbeiterin wollten vor allem Jugendliche auf SMS nicht verzichten. Ein Krankenhaus sei ein Ort zum Auskurieren, sagte dagegen eine Sprecherin des Klinikverbundes Bremen. "Es soll keine Bahnhofsatmosphäre herrschen." In Bremen-Mitte kostet ein Klinik- Telefon pro Tag 1,80 Euro; der Minutenpreis liegt bei 15 Cent. In der Rheuma-Klinik in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) werden sowohl Anrufer als auch Angerufene zur Kasse gebeten: Telefonate laufen nur über eine 0180-Nummer, Patienten zahlen nach Auskunft der Klinik 20 Cent pro Einheit, Anrufer 14 Cent. dpa / Björn Brodersen
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