Heute Abend um 20:45 Uhr ist in Mailand der Anpfiff zum Viertelfinale der
Champions League. Das Spiel Bayern gegen AC Mailand
wird nach der Zitterpartie der Bayern gegen Madrid
Anfang März von Vielen mit Spannung erwartet. Nur sehen können das Spiel
deutlich weniger. Denn im klassischen Fernsehen wird das Spiel nur über den
Pay-TV-Sender
Premiere
ausgestrahlt, der im übrigen auch in zahlreichen
Kneipen geguckt werden kann. Wer aber lieber in den heimischen Wänden bleibt
und kein Premiere-Kunde ist, der hat nur wenige Möglichkeiten, das Spiel zu verfolgen.
In zahlreichen Foren versuchen Fußball-Fans Möglichkeiten zu finden,
das Spiel zu sehen. Möglich ist dieses beispielsweise über einige exotische
Satellitenpositionen. Doch das ist für die meisten Nutzer nicht
praktikabel, da ihnen das Equipment zum Empfang fehlt. Doch wer einen
Breitband-Internetzugang sein
Eigen nennt, der hat die Möglichkeit, das Spiel
per IPTV zu schauen.
Offizielle, kostenlose Streams sind Fehlanzeige

Offiziell möglich ist dieses in Deutschland wiederum nur über Premiere. Allerdings
muss man kein Abonnent sein, um das Spiel zu sehen. Auf der
Homepage
des Pay-TV-Senders kann das Spiel bestellt werden. Dafür wird der Münchener
Sender allerdings 10 Euro berechnen, die per Lastschrift oder Kreditkarte
abgerechnet werden. Nur Abonnenten zahlen weniger.
Andere IPTV-Wege gibt es kaum. Zwar streamen etwa der britische
ITVSport
für umgerechnet knapp 3 Euro oder der chinesische
ESPN star
das Spiel ins Internet -
sehen allerdings kann man es hierzulande nicht. Der Grund dafür: Die Sender fragen die
IP-Adressen ihrer Website-Besucher ab. Wer eine IP-Adresse aus einem
anderen Land hat, bekommt kein IPTV-Signal zu sehen, sondern lediglich einen
Hinweis, dass man keine Berechtigung habe, die Sendung zu schauen. Auch
der in der Vergangenheit von einigen gewählte Weg über die luxemburgische
RTL wird dieses Mal
nicht funktionieren. Wie der Sender gegenüber teltarif
mitteilte, werde der Stream während der Partie abgeschaltet, da man für
die
Ausstrahlung im Internet keine Rechte besäße. Das dürfte auch auf einige
Hinweise zu
Streams von Sendern zutreffen, die aktuell in diversen Foren kursieren. Gleiches
gilt für P2P-Streams über Software wie
TVAnts oder
Sopcast.
Somit bleibt am Ende nur die Wahl zwischen Premiere, Kneipe oder einem
Fußball-freien Abend.
Auch über Handy keine Live-Bilder

Auch wer, wie bei der Bundesliga, per
Handy-TV das Spiel sehen will, wird
enttäuscht. Keiner der deutschen Netzbetreiber hat die Rechte für eine
derartige Übertragung. Vodafone bietet hier noch
das ausführlichste Portfolio an: Near-live-MMS, bebilderter Live-Ticker,
eine Video-on-Demand-Zusammenfassung aller Spiele, sowie
die Highlight-Sendung von Premiere direkt nach dem Spiel per MobileTV.
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