Sie heißen
TomTom,
Navigon MobileNavigator
oder
Falk Activepilot:
Die Rede ist von
Navigations-Software für
Mobiltelefone. Alle haben eines gemeinsam:
sie kosten oftmals viel Geld. Beträge von 100 Euro und mehr für den Erwerb der
Software sind nicht ungewöhnlich. Einen anderen Weg geht
nun die niederländische Firma
Nav4All. Sie bietet für aktuell
mehr als 100 Handys eine Software an, die nur wenige hundert Kilobyte groß
und kostenlos ist. Dennoch ist sie eine
vollständige Navigationslösung, die aktuell in 52 Ländern der Welt
funktioniert.
Damit aus dem Handy ein Navigations-Gerät wird, benötigt der Nutzer
einen GPS-Empfänger. Diese
gibt es je nach Hersteller und Händler
für etwa 30 bis 150 Euro und kommunizieren zumeist per
Bluetooth
mit dem Handy und übermitteln die aktuelle Position.
Die Nav4All-Software wird ohne Kartenmaterial gedownloaded. Lediglich die
benötigten Audiofiles werden vorsorglich per
GPRS heruntergeladen. In
Deutsch stehen wahlweise eine männliche oder weibliche Stimme
zur Verfügung.
Routenberechnung erfordert nur wenige Kilobyte
Nach der Kopplung des GPS-Empfängers kann direkt navigiert werden.
Dazu wird in der Nav4All-Software das gewünschte Ziel eingegeben.
Mögliche Straßennamen lädt die Software nach Eingabe der Stadt automatisch herunter.
Auch die Route wird nicht in der Software, sondern auf dem Nav4All-Server
berechnet und per GPRS ausgeliefert. Kosten entstehen dabei nur für den GPRS-Traffic.
Bei der Berechnung einer Route von Berlin nach Göttingen entstanden
zunächst einmal nur 20 Kilobyte Traffic. Erst beim Verlassen der berechneten
Route oder dem Abruf von weiterem Kartenmaterial fällt weiterer Traffic an.
Bei ersten Tests der Nav4All-Software fiel auf, dass diese mit dem empfangenen
GPS-Signal deutlich empfindlicher umgeht als TomTom für Symbian oder
etwa die kostenlose Navigon-Software
für Java-Handys im
Beta-Stadium. So zeigte die
Software ein fehlendes Signal an, wo TomTom bereits die aktuelle Position
anzeigt. Im Auto ist dieses kein Problem, da hier
der GPS-Empfänger arretiert werden kann. Ist man jedoch zu Fuß oder mit dem Fahrrad
unterwegs, so muss der Empfänger fast ständig in der Hand gehalten werden, damit
es keine Fehlleitungen gibt. Das gilt vor allem in der Großstädt mit engen
Straßen und hohen Häusern Bei TomTom hingegen kann der Empfänger auch
problemlos in die Hosentasche oder den Umhängebeutel verschwinden, Ortungsfehler
sind eher selten.
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Navigation per GPS: Wissen, wo's lang geht
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