Britischer Regulierer will Terminierungsentgelte senken
27.03.2007 16:16
Finanzhilfen nicht mehr nötig, Netze sollen sich inzwischen rentiert haben
Die britische Telekomregulierer Ofcom will die
Entgelte für Anrufe in das Mobilfunknetz kappen. Die Verbraucher würden dadurch 400 bis 500 Millionen
britische Pfund pro Jahr einsparen, teilte die Behörde heute in London mit. Betroffen sind die Anbieter
Vodafone, o2, Orange und T-Mobile, die ab April 5,1 Pence (7,51 Cent) pro Minute erhalten sollen.
Die so genannten Terminierungsentgelte würden damit um zehn bis 20 Prozent reduziert.
Den größten Abschlag muss der Anbieter 3 akzeptieren, eine Tochter von Hutchison Whampoa. Die
Gesellschaft erhält mit 5,9 Pence pro Minute künftig 45 Prozent weniger als bisher. Mit den
Terminierungsentgelten soll den Mobilfunkunternehmen die Finanzierung des Netzaufbaus erleichtert werden.
Da nach Einschätzung von Experten sich viele Netze bereits rentiert haben, drängen die Regulierer in
Europa auf eine Senkung der Entgelte. Im vergangenen Jahr hatte die
Bundesnetzagentur eine deutliche Absenkung in Deutschland
verordnet. Seitdem betragen die Terminierungsentgelte 8,8 Cent je
Minute für T-Mobile und Vodafone sowie
9,9 Cent für E-Plus und o2.
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