Auf der Suche nach immer neuen multimedialen Werbeformen setzten
Agenturen seit einiger Zeit auch auf die
Werbung per
Bluetooth. Hier werden von Plakaten oder
an Infoständen zum Beispiel in Einkaufszentren Werbebotschaften
zu Handy-Nutzern versendet, die sich im Funkradius aufhalten.
Unter anderem hatte
RTL im vergangenen Jahr eine solche
Kampagne aufgesetzt.
Die Agentur
12snap, nach
eigenen Angaben seit 2003 in Punkto
Bluetooth-Werbung aktiv, mahnt hier jetzt zur Zurückhaltung: Werde die
Werbeform inflationär und ohne explizite Einwilligung des Adressaten
eingesetzt, könne sie schnell diskreditiert werden. Entsprechend
solle zunächst eine Zustimmung des Handybesitzers eingeholt und der
Empfangsradius begrenzt werden. Zudem sollte der Sendepunkt
eindeutig gekennzeichnet sein.
Die Mahnung ist wohl nicht ganz uneigennützig
und bewirbt hier das 12snap-eigene Verfahren.
So werde ein so genanntes "Touch-in" genutzt:
Hinter dieser Marketingvokabel verbirgt sich eine
Zustimmungsroutine, bei der der Nutzer
durch ein Annähern an den Sendepunkt auf sehr kurze Distanz
seine Einwilligung zur Werbung gibt. Nach dieser einmaligen
Zustimmung kann er dann Nachrichten im gesamten Bluetooth-Radius
empfangen.
Nach eigenen Angaben hat 12snap bereits
rund 20 internationale Kampagnen auf Bluetooth-Basis durchgeführt
und hier 45 000 Werbebotschaften verschickt.