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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Milliardenklage von Viacom gegen YouTube (aktualisiert)13.03.2007
16:31 Über 160 000 Videos sollen gegen das Urheberrecht verstoßen
Die Video-Website YouTube wird für Google zum
milliardenschweren Problemfall: Der Medienriese Viacom verklagte
YouTube und
Google als Mutterkonzern wegen
Urheberrechtsverletzungen
auf eine Milliarde Dollar (761 Millionen Euro) Schadenersatz. Hintergrund
ist, dass die YouTube-Nutzer viele Clips von Sendungen der Viacom-
Sender wie MTV, Comedy Central oder Nickelodeon ins Internet stellen.
Viacom beziffert die Zahl solcher illegal hochgeladenen Ausschnitte
auf mehr als 160 000. Sie seien 1,5 Milliarden Mal angesehen worden.
Der Klage sind monatelange Verhandlungen vorangegangen. Google hatte
YouTube im vergangenen November für 1,65 Milliarden Dollar in Aktien
gekauft.
Bei YouTube kann jeder Videoclips online stellen. Nach geltendem Recht müssen Urheberrechtsinhaber illegal platzierte Fragmente selbst finden und verlangen, dass sie entfernt werden. Viacom wirft YouTube nun aber in der fast 30-seitigen Klageschrift vor, die Suche nach urheberrechtlich geschütztem Material zu erschweren. Daher seien die Versuche der Rechteinhaber, die illegale Platzierung ihrer Videoclips zu verhindern, trotz aller Anstrengungen zum Scheitern verurteilt. Viacom: YouTube lässt bewusst urheberrechtlich geschützte Videoclips zuYouTube hatte wiederholt angekündigt, Software-Filter für urheberrechtlich geschütztes Material installieren zu wollen. Sie lassen aber bisher auf sich warten. Der Medienkonzern hatte vor etwa einem Monat verlangt, dass YouTube alle Videos von Viacom-Sendern entfernt. Vorangegangen waren erfolglose Verhandlungen über eine Lizenzvereinbarung. Solche Vereinbarungen hatte YouTube zum Beispiel mit Musikfirmen Universal Music, Sony BMG und Warner Music sowie die Fernsehsendern CBS, NBC und zuletzt auch mit der BBC geschlossen. Zugleich sollen Viacom und andere große Senderketten Medienberichten zufolge eine eigene Konkurrenz-Website erwägen und auch Interesse an einer Kooperation mit dem neuen Internet-Videodienst Joost haben, der sich noch in der Entwicklung befindet. Viacom wirft YouTube vor, bewusst die illegale Platzierung urheberrechtlich geschützter Videoclips zuzulassen, um Nutzer mit attraktiven Inhalten anzulocken. Besonders im Fall von tagesaktuellen Sendungen wie der populären Polit-Satire The Daily Show koste die sofortige Platzierung im Internet Viacom Einnahmen aus der Zweitverwertung, argumentiert Viacom. Google war sich von Anfang an der Risiken im Zusammenhang mit Urheberrechtsverletzungen bei YouTube bewusst. Konzernchef Eric Schmidt kindigte mehrfach Maßnahmen dagegen an.
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dpa / Ralf Trautmann
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