Die meisten
Handy-Nutzer werden diesen Moment kennen. Trotz
intensiver Suche ist das eigene Mobilfunktelefon nicht mehr an der Stelle, an
der man es vermutet hätte. Hilft auch ein Anruf beim eigenen Telefon nicht
mehr, oder kann man es zum Beispiel auch nicht über einen so genannten
Handyfinder-Dienst - wie ihn
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anbietet - lokalisieren, muss man trotz des ersten Schreckens auch an das noch
betriebsbereite Telefon denken. Bei einem Handy-Diebstahl oder -Verlust drohen
nämlich neben dem Verlust des Telefons zusätzlich erhebliche Kosten durch
Telefonate ins Ausland oder auf
Sondernummern durch den Dieb oder den
Finder.
Um diese Kosten zu minimieren gilt es, die eigene SIM-Karte
schnellstmöglich zu sperren. Am schnellsten kann man dies über die telefonische
Hotline seines Mobilfunkanbieters veranlassen, deren Rufnummer man am besten
stets bei sich trägt - und zwar nicht nur im Handyspeicher. Zur SIM-Kartensperrung
muss der Kunde sein Kundenkennwort bzw. die so genannte PUK angeben. Die PUK wurde
ihm kurz vor oder nach Erhalt der neuen SIM-Karte mitgeteilt. Betroffene sollten
gleichzeitig auch den Mobilfunkanbieter um eine schriftliche Bestätigung für die
Kartensperrung mit Datum und Uhrzeit bitten, so dass man etwaige danach
angefallene Gebühren nicht begleichen muss.
Aus rechtlicher Sicht ist jeder Nutzer für seine SIM-Karte selbst
verantwortlich, ein Abwälzen der Kosten auf den Netzbetreiber ist ausgeschlossen.
Erst nachdem die Sperrmeldung beim Betreiber eingegangen und bearbeitet ist, muss
der Kunde nicht mehr für weitere Telefonkosten aufkommen. Dies gilt auch, wenn
das Handy im Ausland abhanden kommt. Auch hier sollte der Kunde die Sperrnummer
aus der Heimat dabei haben, um schnell reagieren zu können.
Den Diebstahl zur Anzeige bringen
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass man ein gestohlenes Handy wieder
zurückerhält, gering ist, sollte man einen Handy-Diebstahl der Polizei melden. Bei
Aufgeben der Anzeige sollte man seinen Personalausweis dabei haben, den Kaufpreis
des Handys kennen und die 15-stellige so genannte IMEI-Nummer (International Mobile
Equipment Identification) kennen. Diese kann
man gleich nach dem Kauf des Handys durch die Tastenkombination *#06# abfragen
oder vom Typenschild unter dem Handyakku bzw.
von der Handyverpackung ablesen. Wer sofort nach Bemerken eines Diebstahls die
Polizei informiert, kann Glück haben, dass die Täter noch in der Umgebung
aufgegriffen werden.
Bei Vodafone können Betroffene nicht nur ihre
SIM-Karte sondern zusätzlich auch ihr Handy sperren lassen. Dazu müssen sie einen
auf der Website verfügbaren Sperrungsauftrag ausfüllen und an den Netzbetreiber
senden oder den Verlust telefonisch bei der Vodafone-Kundenbetreuung melden.
Vodafone erfasst jedes als gestohlen gemeldete Gerät anhand seiner IMEI-Nummer in
einem zentralen Register. Nach der Sperrung ist es nicht mehr möglich, im deutschen
Vodafone-Netz und allen anderen, an die Sperrdatei angeschlossenen Netzen zu
telefonieren.
Wer es wünscht, erhält in der Regel von seinem Mobilfunkanbieter innerhalb
weniger Tage eine neue SIM-Karte, die Rufnummer bleibt dabei unverändert. Für
die Sperrung der alten SIM-Karte sowie für das Zusenden einer neuen berechnen
etliche Anbieter ihren Kunden jedoch etwas. Manchmal erhält man auf Anfrage auch
leihweise ein Ersatzgerät vom Mobilfunkanbieter. Es gibt auch Handy-Versicherungen,
die einem bei einem Diebstahl das verlorene Gerät ersetzen. Die Hausrat-Versicherung
springt allerdings nicht ein, wenn das Handy nicht bei einem Enbruch in die eigene
Wohnung gestohlen wurde.
Vorsorgliche Maßnahmen
Vorsorglich sollte man immer die PIN-Abfrage beim Starten des Handy-Betriebssystems
aktiviert haben, damit Unbefugte bei einem ausgeschalteten Handy nicht gleich Zugriff
auf die Dienste und Daten haben. Bei Geräten bestimmter Hersteller - wie etwa
Nokia oder Sony Ericsson -
können die Besitzer auch einen so genannten Sperrcode festlegen, ohne den das Handy
nicht mit einer anderen SIM-Karte genutzt werden kann. Um den individuellen Sperrcode
festzulegen, müssen die Benutzer den herstellerabhängigen Grund-Code kennen, der bei
Nokia zum Beispiel 12345 lautet.
Damit die auf dem Telefon gespeicherten Adressen und Telefonnummern nicht
unwiderruflich verloren sind, sollte man diese regelmäßig mit dem PC oder einem
Webserver abgleichen oder aber immer mal wieder schriftlich auf Papier festhalten.
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