Internet via Satellit

Neuer Breitband-Dienst via Satellit für Europa

Zielgebiet von Eutelsat und ViaSat sind unterversorgte Märkte
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Der Satellitenbetreiber Eutelsat will gemeinsam mit dem Unternehmen ViaSat ab Juni einen satellitengestützten Breitband-Dienst für Endverbraucher in unterversorgten europäischen Märkten anbieten. Das sieht ein jetzt geschlossenes Kooperationsabkommen beider Unternehmen vor. Die Partnerschaft führt den Satellitenbetreiber Eutelsat, die Eutelsat-Breitbandtochter Skylogic und den Anbieter satellitengestützter Netzwerklösungen ViaSat zusammen. Der Service stützt sich auf Ka-Band-Kapazitäten des Eutelsat-Satelliten Hotbird 6 und Dienstleistungen des von Skylogic betriebenen SkyPark Teleports in Turin.

Der neue Dienst basiert auf dem satellitengestützten Zwei-Wege-System SurfBeam DOCSIS von ViaSat. Dabei handelt es sich um eine hoch-skalierbare Plattform mit offenen Standards, durch die sich die Kosten des Dienstes und der Terminals für Endverbraucher senken lassen. WildBlue Communications setzt das System bereits seit 2005 in Nordamerika ein und betreibt laut Eutelsat-Angaben den am schnellsten wachsenden Satellitenbreitbanddienst mit inzwischen mehr als 100 000 Kunden.

Laut den Bedingungen des gemeinsamen Kooperationsabkommens sollen ab Juni Dienste in ausgesuchten westeuropäischen Märkten, darunter in Deutschland, in der Schweiz, Spanien und Portugal angeboten werden. Eutelsat wolle für jede Form der Erweiterung der Dienste zusätzliche Ka-Band- und/oder Ku-Band-Kapazitäten auf seinen Satelliten bereitstellen, die Europa und den Mittelmeerraum umfassend abdecken. Zu Preisen oder Übertragungsgeschwindigkeiten machte das Unternehmen keine Angaben.