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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Mobile Challengers: Der Aufstand der Kleinen15.02.2007
10:08 Kleinere europäische Netzbetreiber sprechen mit gemeinsamer StimmeInhaltsverzeichnis:1. Keine Innovationen ohne Wettbewerb2. Forderung nach pan-europäischer Regulierung
E-Plus-Chef Thorsten Dirks hat auf dem
3GSM World Congress
mehr Unterstützung vom Regulierer gefordert. "Wir brauchen Regulierung auf dem
Mobilfunkmarkt, um die später auf den Markt getretenen Mobilfunkbetreiber zu
unterstützen", sagte er auf einer Veranstaltung des
Mobile Challengers
genannten Verbunds von kleineren Mobilfunkanbietern. Nur so seien weiterhin
Wettbewerb und damit Innovation auf dem Markt gegeben. E-Plus habe seit 2005
gezeigt, was Wettbewerb ausmachen kann, und mit seiner Multibrand-Strategie den
Mobilfunkmarkt in Deutschland gehörig verändert.
nächste Seite: Forderung nach pan-europäischer Regulierung
Der neue Mann an der Spitze des mit rund 13 Millionen Kunden größten europäischen Mobile Challengers sieht sein Unternehmen bei den kürzlich von der Bundesnetzagentur festgelegten Preisen für die Gesprächsterminierung sowie im Bereich der UMTS-Dienste stark benachteiligt. Bei den Terminierungsentgelten hält er beispielsweise Preise von 5 Cent pro Minute für die beiden Platzhirsche T-Mobile und Vodafone sowie von 9 Cent für die kleineren Wettbewerber E-Plus und o2 für angebracht. Der Regulierer habe sich jedoch bei der Festlegung der Entgelte für die Weiterleitung von Anrufen in die Mobilfunknetze nicht von einem Kosten-Modell leiten lassen und nur einen Unterschied von 1,1 statt 4 Cent zwischen D- und E-Netzbetreibern bestimmt. Nachteil bei UMTS-Diensten auf 900 MHzEin weiteres Beispiel für die Benachteiligung seien die zugeteilten Frequenzbereiche sowie der Bereich der 3G-Dienste: "Wir haben 300 Millionen Euro mehr Kosten für den Netzbetrieb als die D-Netzbetreiber", rechnete Dirks vor. Verstärkt werde der Nachteil, wenn Investitionen in UMTS-Dienste im 900-MHz-Frequenzbereich anstehen, da die im ihnen zugewiesenen 1800-MHz-Bereich operierenden Anbieter E-Plus und o2 nicht über ausreichend Spektrum verfügten, um UMTS dort laufen zu lassen.
"Herausforderer der Incumbents verändern Märkte", betonte Dirks und warnte im
Gegensatz zu Telekom-Chef René Obermann vor einer Konsolidierung des
Mobilfunkmarktes in Europa. Ein Incumbent ist ein ehemaliger Monopolanbieter, in Deutschland also die Deutsche Telekom. "Konsolidierung führt zu nur zwei Akteuren auf dem
Markt, der Wettbewerb fällt dann weg", sagte er. Den aber benötigten die deutschen
Mobilfunkanbieter, um Telefonminuten aus dem Festnetz abzuziehen, weil er zu
günstigeren Mobilpreisen führe. Wegen zu hoher Nutzungskosten würden hierzulande
nur 18 Prozent der Telefonminuten über die Mobilfunknetze abgewickelt.
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