Vorwürfe

Breko: Telekom holt mit unlauteren Mitteln Kunden zurück

Verband will Bundesnetzagentur um Hilfe bitten
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Die Telekom versucht nach Ansicht des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) mit unlauteren Mitteln, verlorene DSL-Kunden zurückzuholen. Der Bonner Konzern versuche, durch Tricks bereits verlorene Kunden den Wettbewerbern wieder abspenstig zu machen, sagte Verbandschef Peer Knauer der Tageszeitung Die Welt. Der Breko werde deshalb den Regulierer um Hilfe bitten. In dem Bundesverband sind bundesweite DSL-Anbieter mit eigenem Netz wie Arcor, HanseNet und Versatel sowie zahlreiche Stadtnetzbetreiber zusammengeschlossen.

"Wenn Wettbewerber bei der Telekom die technisch notwendige Umstellung des Anschlusses beantragen, werden sie - wie wir immer wieder hören - damit hingehalten, dass der Antrag angeblich nicht vollständig eingereicht worden sei", sagt Knauer. In der Zwischenzeit rufe der Telekom-Vertrieb die wechselwilligen Kunden an und frage sie, ob sie in der Übergangszeit nicht beim Unternehmen bleiben wollten. Die Wechsler verpflichteten sich - zum Teil auch ohne ihr Wissen - für ein weiteres Jahr bei der Telekom. Der Breko will gegen diese aus seiner Sicht unlauteren Methoden vorgehen und bereitet deshalb eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur vor.

Die Vorwürfe wegen gezielter Rückwerbe-Aktionen durch die Telekom sind nicht neu, vor einigen Jahren wurden dem Konzern gezielte Rückwerbe-Aktionen von Pre-Selection-Kunden gerichtlich untersagt.