Wut

Anschlagserie gegen Mobilfunkmasten

Polizei zählt inzwischen 16 Anschläge in drei Monaten
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Im Saarland und der Westpfalz sind in weniger als drei Monaten Anschläge auf 16 Funksendemasten erfolgt. Der Schaden beläuft sich auf rund 140 000 Euro. Wie die Polizei heute mitteilte, ist am Mittwochmorgen der jüngste Sabotagefall in Freisen (Kreis Sankt Wendel) entdeckt worden. Alleine in diesem Fall lag der Sachschaden bei rund 50 000 Euro. Zwei Mobilfunk-Netzbereiche waren gestört.

Es handelt sich den Angaben zufolge um den Mobilfunkmast, mit dessen Beschädigung die Zerstörungsserie am 8. September begonnen hatte. Seitdem ist dieselbe Anlage drei weitere Male beschädigt worden. Zudem wurden Sendemasten in den Kreisen Kusel und Birkenfeld demoliert. Dabei beschädigten die Täter jeweils gezielt mehrere Kabel, so dass die Masten nicht mehr senden konnten.

Besonders auffällig erscheint der Polizei, dass in den Monaten September und Oktober jeweils nur eine Tat verübt wurde, während zwischen dem 5. und dem 22. November insgesamt 13 Masten beschädigt worden sind. Nach fast einem Monat Pause haben die Täter die Anschlagserie nun mit der Sabotage in Freisen fortgesetzt. Bei der Zerstörungsserie wurden nach Angaben der Polizei nicht nur Mobilfunkbetreiber geschädigt, sondern auch Hörfunk- und Fernsehsender sowie eine Sendeeinrichtung des Roten Kreuzes.

Die Polizei erhofft sich Hinweise zur Identität und Motivation der Täter. Vier Mobilfunkbetreiber haben inzwischen für Hinweise, die zur Aufklärung der Sabotage-Serie führen, eine Belohnung von insgesamt 2 000 Euro ausgesetzt.

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