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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
DSL-Nutzer sind vor Dialer-Abzocke sicher21.12.2006
08:27 Versteckte Einwahlprogramme bauen überteuerte Online-Verbindungen auf
Bei Surfern, die per ISDN oder über einen
analogen Telefonanschluss online gehen, kann es nach wie vor passieren, dass
Betrüger versteckte Einwahlprogramme auf den Rechner schleusen. Vom Anwender
unbemerkt bauen diese so genannten Dialer über
geänderte Einwahlnummern überteuerte Onlineverbindungen auf. Darauf weist das
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) in Bonn hin. Nur
DSL-Nutzer sind vor der Abzocke per
Internet-Dialer sicher. "Mit DSL ist das Thema gegessen", erklärt BSI-Sprecher
Matthias Gärtner. "Aber nicht alle Internetnutzer haben DSL."
Das Landgericht Osnabrück hatte gestern im bislang größten Prozess um Internetkriminalität in Deutschland mehrjährige Haftstrafen gegen die Angeklagten verhängt. Das Gericht sprach die beiden Männer wegen bandenmäßigen Betrugs und Computerbetrugs schuldig. Sie hatten illegale Einwahlprogramme auf Pornoseiten versteckt und damit einen Schaden von mindestens zwölf Millionen Euro verursacht. Die Programme wurden laut Gericht so manipuliert, dass Internetnutzer nicht über die zum Teil erheblichen Einwahlkosten informiert wurden. Zugleich wurden Spuren der Dialer auf den Rechnern vertuscht. Mindestens 100 000 Surfer sollen betrogen worden sein. Vorsicht beim Surfen im InternetBSI-Sprecher Matthias Gärtner empfiehlt zur Vorbeugung gegen Dialer-Abzocke, darauf zu achten, was beim Surfen im Internet in sich öffnende Eingabemasken eingegeben wird. Vor allem sollten die Fenster nicht einfach durch Bestätigung auf OK-Buttons weggeklickt werden. Dadurch könne sich ein getarnter Dialer installieren. Zur Kontrolle der Verbindungsdaten ist laut Gärtner die Einrichtung eines Einzelverbindungsnachweises beim Telekommunikationsanbieter sinnvoll. Neben der regelmäßigen Aktualisierung von Betriebssystem und Browser rät Gärtner zudem dazu, nicht als Administrator zu surfen. Wer online geht, sollte sich dazu stattdessen ein spezielles Benutzerkonto mit beschränkten Rechten auf dem Rechner anlegen. Das erschwere es Dialern, eine neue Internetverbindung einzurichten. Weitere Informationen zu Dialern finden Sie auf unserer Infoseite. Über eine neue Betrugsmasche, die auch DSL-Nutzern gefährlich werden kann, haben wir bereits im vergangenen Jahr berichtet.
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dpa / Björn Brodersen
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