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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Editorial: Viel Glück!17.12.2006
19:24 WiMAX kann kommen
Zwar dauerte die Versteigerung
mehrere Tage, doch blieben die Gebote dennoch vergleichsweise
überschaubar: Für etwa 56 Millionen Euro gingen die
WiMAX-Lizenzen an insgesamt
fünf Unternehmen. Der sechste
Bieter, EWE Tel, war schon recht
bald nach dem Start ausgestiegen.
Drei der Unternehmen haben eine bundesweite Lizenz erworben,
die anderen beiden hingegen nur regional einige Pakete.
Am stärksten umkämpft war die "High-Tech-Region" rund um
München.
nächste Seite: Kampf mit DSL und UMTS
Das gewaltige Wettsteigern, bei dem sechs Unternehmen am Ende 50 Milliarden Euro für UMTS-Lizenzen ausgaben, wiederholte sich also nicht. Die 56 Millionen Euro für die WiMAX-Lizenzen sind zwar sicher kein Pappenstil, im Vergleich zum UMTS-Einstieg sind sie dennoch ein Super-Schäppchen: Die WiMAX-Unternehmen haben zusammen nur etwas mehr als ein Tausendstel des Betrages ausgegeben, den die UMTS-Unternehmen vor gut sechs Jahren investierten! Entsprechend geringer ist die Hypothek in den Büchern, entsprechend freier können die WiMAX-Unternehmen agieren. Dem Markt kann dieses nur gut tun. Warten auf die NetzeNoch weitgehend unklar sind die Folgen für die Verbraucher. Wer hofft, schon in wenigen Monaten einen der von Intel für nächstes Jahr angekündigten WiMAX-fähigen Laptops erwerben und damit dann bundesweit online gehen zu können, dürfte stark enttäuscht werden: Die Netzaufbaukosten für ein flächendeckendes, auch innerhalb von Gebäuden nutzbares WiMAX-Netz betragen nämlich ein Vielfaches der Lizenzkosten. Die jetzt gestarteten Unternehmen haben mit Sicherheit nicht so viele liquide Mittel für Investitionen verfügbar. Will man auch mit einem weniger dicht aufgebauten Netz einen großen Teil der Bevölkerung versorgen, muss man auf Kundenseite möglichst gute Antennen verwenden. Anfangs wird daher die Mehrzahl der WiMAX-Nutzer eine Außenantenne montieren müssen, die auf den nächsten Netzknoten ausgerichtet ist. Erst nach und nach könnten auch mobil nutzbare "Hotzones" hinzukommen, die ähnlich wie WLAN-Hotspots stark frequentierte Bereiche versorgen, aber auch eine deutlich eingeschränkte Reichweite aufweisen.
Oft wird WiMAX als Alternativtechnologie für die "letzte Meile"
angepriesen. Doch an vielen Orten, wo DSL
nicht verfügbar ist, dürfte aber auch WiMAX Probleme haben. Nicht
nur Kabel, sondern auch Funkstrecken können nämlich "zu lang" werden,
als dass noch eine sinnvolle Datenrate möglich ist. Und wegen
ein paar Dutzend möglicher Kunden "im Grünen" lohnt sich der
Bau einer eigenen WiMAX-Basisstation sicher nicht. Nicht umsonst
ist die Vorgängertechnologie WLL
(wireless local loop) gescheitert.
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