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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Prozess um Millionenbetrug mit Finanzanlagen im Internet04.12.2006
11:40 Tausende Kleinanleger um Einlage geprellt
Vor dem Landgericht Stuttgart hat heute ein
Prozess um einen groß angelegten Betrug mit im Internet erhältlichen
Finanzanlagen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei
Angeklagten vor, von 2000 bis 2003 bundesweit mehr als 4 000 Anleger
um rund 25 Millionen Euro geprellt zu haben. Die Beschuldigten im
Alter zwischen 33 und 54 Jahren wurden 2005 festgenommen und befinden
sich in Untersuchungshaft.
Die Anklage lautet auf besonders schweren Betrug in insgesamt 4 183 Fällen. Die drei Männer sollen über die Briefkastenfirma APM Investment mit Sitz auf den British Virgin Islands und später in Belize ein angeblich hoch profitables Anlagemodell mit Renditen von monatlich mehr als acht Prozent angeboten haben. Eine Beteiligung war dabei nur über das Internet möglich. Den Anlegern soll vorgespiegelt worden sein, dass es sich um ein seit Jahren erfolgreiches Unternehmen handelt, dass in europäische oder amerikanische Firmen und Softwarelizenzen investiert. Tatsächlich handelte es sich der Staatsanwaltschaft zufolge um ein reines Schneeballsystem, das von Deutschland aus gesteuert wurde. Die zumeist von Kleinanlegern eingezahlten Gelder sollen die Angeklagten entweder privat verwendet oder so spekulativ angelegt haben, dass es dabei zum "Totalverlust" kam. Rund fünf Millionen Euro wurden im Rahmen des Schneeballsystems an Anleger zurückgezahlt. Etwa 20 Millionen Euro sollen weitgehend verloren gegangen sein. Ende 2003 war der Gesellschaft von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Finanzkommissionsgeschäft für deutsche Kunden untersagt worden. Bei den Angeklagten handelt es sich um einen gelernten Großhandelskaufmann aus Bad Rappenau, einen Metallbauer aus dem Raum Pforzheim und einen Hotelkaufmann, der zuletzt in Malaga in Spanien lebte. Bislang machten sie keine Angaben zu den Vorwürfen. Allein für die Verlesung der rund 250-seitigen Anklageschrift waren zwei Verhandlungstage vorgesehen. Insgesamt hat das Gericht bis Ende Januar 2007 neun Fortsetzungstermine eingeplant. ddp / Marie-Anne Winter
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