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E-Plus-Bruttopreise bleiben stabil

Auch für Kunden in Alttarifen wird es ab Januar nicht teurer
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Als dritter Mobilfunk-Netzbetreiber nach T-Mobile und Vodafone hat sich nun auch E-Plus zur anstehenden Mehrwertsteuer-Erhöhung geäußert. Deutschlands drittgrößter Netzbetreiber gibt die höheren Brutto-Preise demnach nicht an seine Kunden weiter. Stattdessen senkt das Unternehmen die Netto-Preise, so dass sich die Tarife für die Kunden unter dem Strich nicht ändern. Im Gegensatz zu den beiden D-Netzen, wo diese Regelung nur jeweils für die aktuell vermarkteten Tarife gelten, profitieren E-Plus-Kunden in allen Preismodellen von dieser Maßnahme.

Damit bleiben die Preise auch dann stabil, wenn man einen nicht mehr vermarkteten Tarif des Düsseldorfer Mobilfunk-Anbieters nutzt. Davon dürften nicht zuletzt Kunden in den Professional-Tarifen profitieren, die bei Grundgebühren ab 10 Euro für 3 Cent pro Minute rund um die Uhr ins deutsche Festnetz telefonieren können. Diese Tarife erfreuten sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit, zumal sie zum Teil auch grundgebührfrei zu bekommen waren.

Gleichzeitig mit der Ankündigung, die Brutto-Preise in allen Tarifen stabil zu halten, garantierte E-Plus außerdem, keine versteckten oder vorgezogenen Preiserhöhungen einzusetzen. In einem offenen Brief an Kunden, Unternehmer- und Handelsverbände erklärt E-Plus-CEO Michael Krammer die Hintergründe zu dieser Entscheidung. "Das Land hat fünf Jahre gebraucht, um sich von den Konsum hemmenden Folgen der Euro-Einführung zu erholen. Die Unternehmen stehen jetzt in der Verantwortung, den Konjunkturanstieg nicht durch eine blinde Weitergabe der Mehrwertsteuererhöhung oder gar durch Preiserhöhungen zu gefährden."

Abzuwarten bleibt, wie sich die Reseller und Discounter im E-Plus-Netz verhalten. Von Unternehmen wie simyo, Blau.de und debitel-light gibt es bislang noch keine offizielle Aussage zur Preisgestaltung ab 1. Januar.

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