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Der erste digitale Kurzwellenempfänger im Test14.10.2006
14:37 teltarif.de nahm das Morphy Richards DRM-Radio unter die LupeInhaltsverzeichnis:1. Der erste digitale Kurzwellenempfänger im Test2. Erster DRM-Empfänger für Endkunden
Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) wurde das DRM-Radio der Firma
Morphy Richards
Anfang September erstmals der Öffentlichkeit vorstellt.
Noch im September sollte das Gerät bei T-Online lieferbar
sein. Inzwischen hat sich der Termin verzögert und die Telekom-Internetsparte
geht von einer Verfügbarkeit im Laufe der nächsten vier Wochen aus. Auch der
Technische Clubdienst der größten deutschen Kurzwellenhörer-Vereinigung,
ADDX, rechnet damit, dass die
Geräte in den nächsten Tagen verfügbar sind.
nächste Seite: Erster DRM-Empfänger für Endkunden
Charly Hardt
vom Clubdienst stellte teltarif.de ein Vorserien-Gerät zur Verfügung, das wir
einem ausführlichen Test unterzogen haben. Das Radio wirkt eher wie ein etwas
zu groß geratenes Küchenradio und weniger wie ein Weltempfänger. Es verspricht
jedoch neben der digitalen Lang-, Mittel- und Kurzwelle (DRM) auch den Empfang digitaler Radioprogramme im
DAB-Format und auch analoge Sendungen in AM und
FM sollen empfangen werden können.
Bedienung gewöhnungsbedürftigDie Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, für die Frequenzeingabe steht keine Zehner-Tastatur zur Verfügung. Stattdessen muss man sich durch verschiedene Menüs arbeiten, wo zusätzlich auch ein Sender-Suchlauf zur Verfügung steht. Gefundene Programme werden in einer Liste abgelegt, unabhängig davon, ob es sich zum Beispiel um ein DAB- oder DRM-Programm handelt. Die Senderliste kann später auch editiert werden. Wir zogen die eingebaute Teleskopantenne aus und untersuchten zunächst den Empfang analoger Sender. Auf UKW arbeitet das Morphy-Richards-Radio recht ordentlich, während die Signale auf Lang- und Mittelwelle schwächer als mit vergleichbaren Geräten in der gleichen Preisklasse (um 200 Euro) waren. Auf Kurzwelle konnten starke Sender wie die Deutsche Welle und Österreich 1 International gut empfangen werden. Eine "DX-Maschine" für Wellenjäger ist das Radio jedoch nicht. Für schwächere Stationen reicht die Empfangsleistung nicht aus, externe Antennen lassen sich nicht anschließen. DAB im Band III und im L-BandDer DAB-Empfang, der sowohl im Band III, als auch im L-Band möglich ist, war bei unserem Test dagegen recht ordentlich. Hier muss sich das Gerät nicht hinter anderen Empfängern in der gleichen Preisklasse verstecken. Dennoch ist es auch beim DAB-Empfang ein entscheidender Nachteil, dass der Hersteller keine Anschluss-Möglichkeit für eine Zusatz-Antenne vorgesehen hat.
Vor allem außerhalb der Städte und Ballungsgebiete reichen die Feldstärken
der digitalen Signale oft nicht mehr für einen störungsfreien Empfang aus. Im
L-Band kommt es selbst in Innenstädten zu Aussetzern. Hier wäre mit einer
zusätzlichen Antenne in jedem Fall Abhilfe möglich.
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