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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Vistream: Zum Netzstart ähnliche Probleme wie Quam?05.10.2006
16:44 Erreichbarkeit im Call by Call derzeit noch eingeschränktInhaltsverzeichnis:1. Vistream: Zum Netzstart ähnliche Probleme wie Quam?2. Von Quam bekannte Probleme auch bei Vistream zu erwarten?
Wie berichtet nimmt Vistream
jetzt nach langen Vorplanungen den Netzbetrieb auf. Damit startet nach
Quam erst der zweite virtuelle Mobilfunk-Netzbetreiber
auf dem deutschen Markt. Erinnern wir uns zurück an Quam, das seinerzeit eine
eigene UMTS-Lizenz ersteigerte, aber lediglich im
GSM-Netz von E-Plus als virtueller Betreiber versuchte,
seine Produkte zu verkaufen. UMTS war seinerzeit noch nicht marktreif.
nächste Seite: Von Quam bekannte Probleme auch bei Vistream zu erwarten?
Im Gegensatz zu einem Service-Provider sahen die Planungen von Quam allerdings von Anfang an vor, ein eigenes UMTS-Netz aufzubauen und längerfristig nur in nicht mit dem eigenen Netz abgedeckten Regionen auf die Sendemasten von E-Plus auszuweichen. Daher baute Quam von Anfang an eine eigene Netz-Infrastruktur auf. Das heißt, es wurden zwar die Sendemasten des Kooperationspartners E-Plus genutzt, die gesamte dahinter liegende Technik wurde aber selbst abgewickelt. Quam: Bis auf die Basisstationen komplett eigene NetztechnikQuam hatte eine eigene Vorwahl, eigene Vermittlungstechnik, eigene Infrastruktur für SMS, MMS und GPRS. Dadurch war das Unternehmen zwar einerseits unabhängiger von E-Plus. Andererseits führte dieser Umstand auch zu Problemen. So musste Quam als eigener Netzbetreiber auch eigene Interconnection-Verhandlungen mit anderen Netzbetreibern führen, um die Vermittlung von Gesprächen zwischen diesen Netzen zu ermöglichen. Ebenfalls waren Verhandlungen für den Austausch von SMS und MMS erforderlich und eigene Roaming-Verträge mussten her. Dies erwies sich als deutlich schwieriger als zunächst angenommen. So waren Quam-Kunden lange Zeit aus vielen anderen Netze nicht erreichbar, da sich die entsprechenden Verhandlungen mit der Konkurrenz in die Länge zogen. Als Ausweichmöglichkeit stellte das Unternehmen eine kostenlose Rufnummer bereit, unter der sich Kunden anderer Netzbetreiber mit dem gewünschten Gesprächspartner im Quam-Netz verbinden lassen konnten. Auch SMS-Mitteilungen an Quam-Kunden konnten Teilnehmer in den Netzen von T-Mobile, Vodafone und o2 der Hotline diktieren, die diese dann ins Quam-Netz weiterleitete. Transferroaming mit Telefonica
Die eigenen Roaming-Abkommen konnte man anfangs ebenfalls noch an zwei Händen abzählen,
doch Quam bediente sich eines ähnlichen Tricks wie o2 in den ersten Monaten nach
Netzstart. Hatte o2 bzw. Viag Interkom damals ein Transferroaming-Abkommen mit der
Swisscom, so dass Viag-Kunden die
Roaming-Partnernetze des schweizerischen Kooperationspartners nutzen konnten, so
hatte Quam einen ähnlichen Vertrag mit seiner spanischen Muttergesellschaft
Telefonica.
Nachteil: Die Umschaltung zwischen Quam und Telefonica erfolgte nicht wie bei
Viag Interkom über zwei verschiene PINs, sondern durch Anwahl der Roaming-Optionen
"Quam+Partner" bzw. "andere Netze" im SIM-Toolkit-Menü. Wer noch ein altes, nicht
SIM-Toolkit-fähiges Telefon besaß, konnte im Ausland nicht telefonieren.
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