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3DSL von 1&1: Topp oder Flopp?

DSL-Reseller begegnet alternativen Anschlussanbietern auf Augenhöhe
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Der DSL-Reseller 1&1 hat eine neue Duftmarke gesetzt. Ab kommenden Freitag können Neukunden nur noch das neue Triple-Play-Paket 3DSL bestellen, alle bisherigen DSL-Produkte sind dann nicht mehr erhältlich. 3DSL kostet 29,99 Euro im Monat und beinhaltet eine Menge an Leistungen: neben einem DSL-Anschluss und einem VoIP-Anschluss eine Surf-Flatrate, einen Pauschaltarif für Internet-Telefonate ins deutsche Festnetz und einen unbegrenzten Zugriff auf 100 festgelegte Filme aus dem Video-on-Demand-Portal maxdome. Das klingt nach viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld. Lohnt sich das neue Angebot aber beispielsweise auch für Internetnutzer, die zwar mit DSL-Geschwindigkeit surfen möchten, die monatlichen Grundkosten aber möglichst gering halten wollen? Wir haben uns 3DSL genauer angesehen.

Der DSL-Anschluss

3DSL-Kunden, die bislang noch kein DSL-Produkt von 1&1 nutzen, zahlen ab dem siebten Vertragsmonat 29,99 Euro, zuvor fallen als Einführungsangebot pro Monat 19,99 Euro an. 1&1-Bestandskunden, die in das neue Angebot wechseln wollen, zahlen ab Umstellungsbeginn für mindestens 24 Monate Mindestvertragslaufzeit den normalen Monatsgrundpreis. Ein solcher Produktwechsel ist für Bestandskunden ab sofort auch innerhalb der laufenden Mindestvertragslaufzeit möglich, später soll dies wohl auch für GMX-DSL-Kunden gelten.

Im Paket enthalten ist zunächst einmal der Resale-DSL-Anschluss. 1&1 schaltet die am Anschluss des Kunden maximal verfügbare Bandbreite. Im Idealfall können dies 16 MBit/s im Downstream und 1 MBit/s im Upstream sein, mit zunehmender Entfernung des Kundenanschlusses vom Hauptverteiler nimmt die Datenübertragungsgeschwindigkeit zwangsläufig ab. Die Kunden können selbst bei der Auftragstellung keine Anschluss-Bandbreite mehr wählen. Für die Bereitstellung des DSL-Anschlusses erhebt 1&1 keine Einmalentgelte mehr.

Bei den Anschlüssen greift 1&1 vor allem auf die DSL-Anschlüsse der T-Com zurück, nur in den Ballungsräumen arbeitet der Anbieter eigenen Angaben zufolge auch mit anderen Partnern wie etwa der Telefónica zusammen. Welche Bandbreite am eigenen Anschluss zur Verfügung steht, kann man vorab auf der T-Com-Website nachprüfen. Laut Anbieter sollen etwa 50 Prozent der Kunden mindestens einen 6-MBit/s-Anschluss erhalten können. Damit die maxdome-Inhalte auch störungsfrei auf dem heimischen PC oder Fernseher angeschaut werden können, empfiehlt 1&1 eine Mindestbandbreite von 2 MBit/s im Downstream. Gestreamt werden die maxdome-Filme und -Sendungen je nach vorhandener Anschluss-Bandbreite mit 700 kBit/s, 1,5 MBit/s oder 2,2 MBit/s, angeboten wird auch der Ton in Dolby Digital.

Surfen im Internet und Telefonieren per Voice over IP

Für das Surfen im Internet erhalten die Kunden einen Flatrate-Zugang, für den bislang in einigen Städten 4,99 Euro pro Monat und im übrigen Anschlussgebiet 9,99 Euro anfielen. Dazu kommen der früher auch schon integrierte VoIP-Anschluss sowie ein Pauschaltarif für Internet-Telefonate ins deutsche Festnetz, der bislang als Einzelprodukt ebenfalls 9,99 Euro pro Monat kostete. Gespräche in die nationalen Mobilfunknetze schlagen mit 22,9 und 24,9 Cent - je nach angewähltem Mobilfunknetz - vergleichsweise teuer zu Buche. Im VoIP-Anschluss enthalten sind bis zu vier kostenlose Ortsnetzrufnummern, parallele Telefonleitungen und Komfortmerkmale wie zeitgleiches Klingeln an verschiedenen Orten, Anrufbeantworter, Telefonkonferenzen und Makeln. Außerdem ist durch den zwingend erforderlichen Telefonanschluss der T-Com auch weiterhin das Telefonieren über Call by Call möglich.

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