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sipgate sperrt Anrufe aus dem Internet teilweise

User per Internet nur noch aus Partnernetzen und über Telefonnummer erreichbar
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Der Voice-over-IP-Anbieter sipgate hat Anrufe aus dem Internet blockiert, sofern diese nicht aus den Netzen von Partnern oder über die Festnetzrufnummer des Kunden in das Netz kommen. Das berichtet das Onlinemagazin heise unter Berufung auf die ENUM-Registry E164.org. Betroffen von dieser Umstellung sind alle VoIP-Kunden, die Teilnehmer per Software-Lösungen über die Uniform Resource Identifier (URI) anrufen. Die URI ist eine reine Internet-Adresse nach dem Schema sip:[nummer]@[anbieter].de, mit der VoIP-User alternativ zu ihrer Festnetzrufnumer erreichbar sind.

URI-Anrufe wurden jedoch nicht komplett gesperrt. Wer aus den Netzen von web.de und freenet.de anruft, kann die URI weiterhin nutzen. Sonst sind sipgate-Kunden dem Bericht nach nur noch über die von sipgate zugeteilte Festnetznummern erreichbar. Nach Angaben von E164.org sollten die Nutzer ihre ENUM-Einträge nun auf einen anderen SIP-Account oder die eigene IP-Adresse umleiten, sofern der User über eine feste IP-Adresse oder einen entsprechenden dynamischen DNS-Eintrag verfügt.

Nach Angaben von sipgate-Sprecher Wilhelm Fuchs dient die Maßnahme dem Schutz der Kunden und des eigenen Netzes. Bei e164.org hätten die User ihre Einträge selber editieren können. Dazu sei es teilweise zu Fehleingaben gekommen, wodurch die Nutzer nicht mehr erreichbar gewesen seien. Zudem diene die Sperrung zum Schutz vor Internetanrufen aus beliebigen Netzen. Hier könne es leicht zum Missbrauch, etwas zu Werbeanrufen, kommen, hieß es. Daher habe man sich entschieden, URI-Anrufe nur noch aus den Partnernetzen, mit denen man in Kontakt stehe, zuzulassen.