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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Mit dem Fernseh-Handy unterwegs08.08.2006
14:21 DVB-H schnitt im teltarif-Test besser ab als DMB
Seit Ende Mai gibt es in einigen deutschen
Städten Handy-TV-Sendungen im DMB- und im
DVB-H-Format. Während das DMB-Angebot der Mobiles Fernsehen Deutschland
(MFD) schon regulär
auf Sendung ist, handelt es sich bei den derzeitigen DVB-H-Abstrahlungen
noch um einen Versuchsbetrieb. Dennoch ist die
Versorgung schon recht gut, das gilt auch für den Empfang in geschlossenen
Räumen.
nächste Seite: DVB-H hinterließ besseren Eindruck
Die Mobilfunk-Netzbetreiber, die das DVB-H-Pilotprojekt gemeinsam
betreiben, wollen dennoch beim Regelbetrieb das Sendernetz noch deutlich
verdichten. So sollen aus den zwei Sendern, die derzeit Berlin versorgen,
später fünf Sender werden. Damit verbessert sich nicht nur der Empfang in
Häusern. Auch in der Umgebung der Bundeshauptstadt wird der Handy-TV-Empfang
so besser.
DMB-Empfang im Auto nicht überzeugendNachdem wir uns schon während der Fußball-Weltmeisterschaft einen ersten Eindruck von den beiden neuen Handy-TV-Übertragungsstandards verschafft hatten, testeten wir nun noch die Empfangsqualität mobil in Bus und S-Bahn, ICE und im Auto. Bei früheren Empfangsversuchen mit dem DVB-T-Fernsehen zeigte sich, dass das Signal innerhalb der Kernsendegebiete auch im fahrenden Auto sehr stabil blieb. Erst bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn gab es Aussetzer. Der DMB-Empfang im Auto konnte dagegen nicht überzeugen, obwohl dieses System auf dem DAB-Hörfunkstandard aufsetzt, der insbesondere beim mobilen Empfang überzeugen kann. Mit dem Samsung SGH-P900 war der Ton im Auto viel zu leise, um dem Programm noch folgen zu können. Abhilfe war lediglich durch die Nutzung des Headsets möglich. Das wiederum hat den Nachteil, dass nicht mehrere Beifahrer gleichzeitig - z.B. auf der Rückbank - das Fernsehprogramm verfolgen können. Sowohl im Auto, als auch im Bus und in der S-Bahn fiel bei unserem Test in Berlin zudem negativ auf, dass Bild und Ton oft nicht synchron waren. Dadurch kam kein echter Sehgenuss auf. Im direkten Vergleich mit den DVB-H-Versuchssendungen traten außerdem beim Watcha-Programm der MFD deutlich mehr Aussetzer auf. Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass das empfangene Signal zum Teil gerade noch für die Wiedergabe von Bild und Ton ausgereicht hat. Ausbreitung im L-Band nicht optimalDie DMB-Sendungen der MFD laufen derzeit im so genannten L-Band. Die Ausbreitung in diesem sehr hohen Frequenzbereich (1,5 GHz) ist bereits lichtähnlich. Schon bei früheren Tests mit dem DAB-Hörfunk, der zum Teil ebenfalls im L-Band funkt, zeigte sich, dass selbst geringste Hindernisse für Aussetzer beim Empfang sorgten. So war in Alleen oft kein stabiler Empfang mehr möglich, da die Bäume das Signal abschirmten. Ähnliche Probleme gibt es nun auch bei DMB. Das trifft erst recht für den Empfang mit dem Samsung SGH-P900 zu, zumal dieses bei einem Vergleichstest mit dem TV-Handy von LG nicht gerade durch eine hohe Eingangsempfindlichkeit überzeugte.
Ferner war das Bild bei Nutzung des Samsung-Handys im Auto vor allem bei
hoher Sonneneinstrahlung zu dunkel. Hier wäre die Möglichkeit wünschenswert,
manuell den Kontrast einstellen zu können. Alternativ sollten bei
künftigen Geräte-Generationen Lichtsensoren eingebaut werden, die die
Display-Helligkeit automatisch jeweils
den örtlichen Gegebenheiten anpassen.
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