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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
DVB-H: Massenstart spätestens zur IFA 200708.07.2006
13:21 Qualcomm will konkurrierende MediaFlo-Technologie auch in Deutschland einführen
DVB-H ist ein Erfolgsmodell - wenn bundesweit
Frequenzen dafür zur Verfügung stehen, es zeitnah umgesetzt werden kann und
nicht überreguliert wird. So lautet die einhellige Meinung der Teilnehmer der
einer Diskussionsveranstaltung in der Vodafone
DVB-H-Lounge in Berlin. Der
Direktor der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg
(mabb), Dr. Hans Hege,
Rechtsanwalt und Medienexperte Michael Schmittmann und der Projektleiter DVB-H
der Vodafone D2 GmbH, Bernhard von Canstein, diskutierten darüber, was für die
schnelle Umsetzung von DVB-H notwendig ist.
Bei der Umstellung vom analogen auf das digitale Fernsehen spielt Berlin eine Vorreiterrolle. Das hat sich bereits bei der Umstellung des terrestrischen Fernsehübertragungssystems auf DVB-T gezeigt. Das sei einer der Vorteile des Föderalismus: dass man als einzelnes Land voran preschen kann, so mabb-Direktor Dr. Hans Hege. Für die Umsetzung von DVB-H sei eines wichtig: "Wir brauchen eine Frequenz bundesweit. Da sind wir auf gutem Wege." Auf die Frage, wann es denn soweit sei, meinte Hege: "Jeder sollte alles in seiner Macht stehende tun, dass es DVB-H spätestens zur nächsten IFA im Sommer 2007 kommerziell gibt. Die Regulierung sollte hier ihre Rolle übernehmen, Dinge auch möglich zu machen." Gegen eine Überregulierung im Voraus spricht sich auch der Medienexperte Michael Schmittmann aus: "Es gibt Dinge, die kann man nicht vorhersehen, deshalb können gesetzliche Regelungen erst im Nachhinein kommen." Die DVB-H-Dienste müssten von der kostenlosen Grundversorgung ausgenommen werden. Das sieht Hege ähnlich: "Wir müssen keine Grundversorgung machen. Deshalb entscheidet der Kunde, was er sehen will. Das ist ein flexibles System. Spannend ist dann zu sehen, was sich an neuen Nutzungen entwickelt." "Was am Ende zählt ist, was für den Kunden attraktiv ist. Was dahinter steht, die Technik und die Regulierung, das interessiert den Konsumenten nicht. Wichtig für ihn ist ein breit gefächertes Programmangebot", ergänzt Bernhard von Canstein, DVB-H Projektleiter bei Vodafone. Für einen qualitativ hochwertigen Service sei der Kunde auch bereit, ein Nutzungsentgelt zu entrichten. Was die regulatorische Seite angeht plädiert er dafür, sich nicht nur auf nationale Entwicklungen zu beschränken. Der Fokus läge zwar zunächst darauf, DVB-H bundesweit verfügbar zu machen. "Danach sollte DVB-H zügig europaweit nutzbar gemacht werden." Qualcomm will MediaFlo auch in Deutschland einführenUnterdessen hat der US-amerikanische Chiphersteller Qualcomm angekündigt, seine Mobile-TV-Technologie MediaFlo nach Großbritannien auch auch in weiteren europäischen Ländern, unter anderem Deutschland, einzuführen. Damit soll ein weiterer Handy-TV-Standard neben DVB-H und DMB etabliert werden. Der britische Pay-TV-Konzern BSkyB testet bereits die MediaFlo-Technologie für die Verbreitung mehrerer Mobile-TV-Programme. Qualcomm will sich nun bei den Landesmedienanstalten um entsprechende Frequenzen bemühen. Es bleibt freilich abzuwarten, ob drei verschiedene Handy-TV-Standards in Deutschland mittelfristig überleben können. Ähnlich wie einst bei den Videorecorder-Systemen ist es wahrscheinlich, dass im Endeffekt nur ein System überlebt. Mobile-TV werde sich am Markt schnell etablieren, meint in jedem Fall der Senior Director für Business Development in der MediaFLO-Sparte von Qualcomm, Omar Javaid, selbstsicher. Er halte es für überraschend, dass mobilem Fernsehen bei Umfragen unter Handy-Nutzern die zweithöchste Priorität nach der Sprachtelefonie eingeräumt wird, so Javaid auf dem Mobile-TV-Kongress in Berlin. Cartoon-Kanal Boomerang startet im Vodafone-MobileTV-PaketAuch im UMTS-Modus erhöht sich das Handy-TV-Angebot: der Mobilfunkbetreiber Vodafone hat den Cartoon-Kanal Boomerang in sein Programmpaket aufgenommen. UMTS-Kunden von Vodafone finden dort ab sofort rund um die Uhr beliebte Zeichentrickklassiker. Zu sehen sind Klassiker wie die Familie Feuerstein, Popeye, Sylvester Tweety, Bugs Bunny und Looney Tunes sowie Tom und Jerry. Boomerang, ergänzt die Fernsehauswahl im Vodafone MobileTV mit zurzeit 32 Kanälen. Anzeige:
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