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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Experte: Immer mehr Angriffe auf Computer aus dem Internet08.07.2006
11:37 Täglich werden mehr als zehn neue Schwachstellen in Betriebssystemen gefunden
Angriffe aus dem Internet werden für Computer zur
immer größeren Gefahr. Weltweit tauchen nach Angaben des Professors
für IT-Sicherheit an der Universität Koblenz, Rüdiger Grimm, täglich
mehr als zehn neue Schwachstellen in Betriebssystemen auf, die
Einfallstore für Viren und so
genannte Trojaner werden können. Etwa
sieben Wochen vergehen, bis die Hersteller den Kunden eine
Korrektur-Software (Patch) an die Hand geben, um eine Lücke schließen zu
können. "Sicherheitsprogrammierung ist sehr aufwendig", erklärte er.
Hacker nutzten die Lücken jedoch im Durchschnitt bereits sieben Tage
nach Bekanntwerden aus. Trojaner sind Programme, die sich
Sicherheitslücken in Betriebssystemen zu Nutze machen.
"Die Zahl der böswilligen Angriffe von außen nimmt deutlich zu", sagte der Wissenschaftler in einem dpa-Gespräch. Große Unternehmen wie Banken und Versicherungen aber auch mittelständische Firmen nähmen das Problem zunehmend ernst. Allerdings sei der Kampf gegen die Angreifer ein nicht enden wollendes Katz-und-Maus-Spiel. "Inzwischen haben alle Netzzugänge so genannte Firewalls", sagte Grimm. "Da ist schon viel abgefangen. Aber dann gibt es wieder schlaue Verfahren, mit denen man die Firewalls unterlaufen kann." Firewalls sollen sollen den Datenverkehr zwischen Computer und Internet kontrollieren und beschränken. "Wir sind mittlerweile so weit, dass wir mit den Risiken umgehen können", sagte der 55-Jährige. "Aber die Verfahren sind teuer." Während große Firmen ganze Abteilungen zur Absicherung ihrer Netze aufbauen, wenden sich kleine Firmen häufig an Universitäten mit der Bitte, ihre Netze beispielsweise im Rahmen von Diplomarbeiten abzusichern. Die Schäden, die Viren und Würmer verursachen, könne er für die gesamte Volkswirtschaft nicht beziffern. "Aber das ist nicht etwas, was im fernen Rauschen untergeht", meinte Grimm. Ganz grob lasse sich sagen, dass die Investitionen der Unternehmen in die IT-Sicherheit in etwa so hoch seien wie die geschätzten Schäden, die sie damit abwenden wollten. Jedoch würden beispielsweise Banken niemals zugeben, wenn Angriffe auf ihre Hauptrechenzentren erfolgreich gewesen seien. "Aber die gibt es mit absoluter Sicherheit", meinte Grimm.
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dpa / Markus Weidner
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