Die Pläne der EU-Kommissarin Viviane Reding zur
Regulierung der
Roaming-Entgelte sind
innerhalb der Kommission in die Kritik
geraten. Wie die
Financial Times
berichtet, hätten sich
die beiden Kommissare Günter Verheugen und Peter Mandelson gegen
die Pläne in ihrer jetzigen Form ausgesprochen,
da sie die Wettbewerbsfähigkeit der Mobilfunkbranche gefährdeten.
Zwar seien Eingriffe auf Grund zu hoher Roaming-Kosten
ratsam, allerdings schieße Reding
mit ihren Vorstellungen über das Ziel hinaus. Zu einen wurde die
geplante starke Beschränkung der Entgelte
kritisiert, zudem sollten zuerst nur die Großhandelspreise reguliert werden.
Allerdings zeichnet sich in der Kommission auch eine Ausweitung der
Bestimmungen ab: So fordern einzelne Mitglieder, die Regulierung auch auf
SMS und Datenverkehr im Ausland auszudehnen.
Reding verteidigte ihre Pläne gegen die Kritik und glaubt weiter an eine
Umsetzung durch die Kommission: Es habe sich gezeigt, dass die Anbieter
Preissenkungen nicht an ihre Kunden weitergeben. Insofern sei auch
die Regulierung der Entgelte zwischen den Unternehmen und den Endkunden notwendig.
Die EU-Kommissarin plant eine Festsetzung der Roamingentgelte
auf höchstens 30 Prozent über dem Einkaufspreis im Großhandel.
Zunächst wollte die Kommissarin die Preise auf das Niveau
für Handy-Telefonate im Inland drücken, dieses Ansinnen wurde
aber bereits verworfen.
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