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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 04.02.2012 |
Der Blackberry lenkt von der Arbeit ab30.06.2006
10:07 Der Anwender als Sklave des E-Mail-Systems
Nicht umsonst gehören Blackberrys in
vielen Firmen heute zur Grundausstattung. Die handlichen Geräte
sorgen auf einfache Weise überall für den schnellen Zugang auf
E-Mails, Terminkalender sowie Kontakte und ersetzen teilweise das
Handy oder Notebook. Doch kann die neue Push-Mail-Technik auch zu
einer Reihe von Problemen führen - etwa zum berüchtigten Blackberry-Daumen. Die Geräte können aber auch zu Schwierigkeiten anderer Art in Unternehmen führen, berichtet das
IT-Wirtschaftsmagazin CIO in seiner aktuellen Ausgabe.
Während Blackberry mittlerweile einen regelrechten Push-Mail-Hype ausgelöst hat und andere Anbieter zur Nachahmung treibt, weist etwa auch Alexander Fischer, Leiter IT-Infrastruktur beim Papierhersteller August Koehler AG, auf die Nebenwirkungen dieser Technik hin: "Das Hauptproblem mit den Blackberrys und anderen Push-fähigen Geräten sehe ich darin, dass der Anwender zum Sklaven des E-Mail-Systems wird." Push verwandele nämlich ein asynchrones Kommunikationssystem in ein synchrones - mit bis heute weitgehend unterschätzten Folgen. Im Selbstversuch habe Fischer erlebt, wie er den ganzen Tag mit eingehenden E-Mails beschäftigt war und sich dabei nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren konnte: "Ich bin mir nach einer gewissen Zeit wie ein Pawlowscher Hund vorgekommen, der den ganzen Tag nur noch auf die Signale des Blackberry reagiert", beschreibt der IT-Manager den Push-Effekt. Eine weitere Schwierigkeit sieht Fischer im Echtzeit-Mail-Verkehr, denn Push-Geräte suggerieren den Kommunikationspartnern eine permanente Erreichbarkeit - und das habe auf Dauer fatale Folgen für den Benutzer: "Push erzeugt einen gefährlichen Erwartungsdruck, weil der Sender dabei annimmt, dass der Mail-Empfänger in jeder Situation unmittelbar die Nachrichten lesen kann." Vor diesem Hintergrund sollten laut IT-Manager Fischer Unternehmen mit Blackberry-Nutzern unter Einbeziehung des Betriebsrats Richtlinien für den Umgang mit dieser Technologie erarbeiten. Des Weiteren rät "CIO", auch den Einsatz von herkömmlichen Smartphones, Outlook Web Access oder Citrix-Terminalserver anstelle des Blackberrys zu prüfen. Anzeige:
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