Die CSU hat das geplante
Handy-Verbot an
bayerischen Schulen verteidigt. Bei der ersten Lesung des
Gesetzentwurfs im Landtag verwies Kultusminister Siegfried Schneider
(CSU) heute auf die Aufsehen erregenden
Fälle, in denen
Porno- und Gewaltvideos auf Schülerhandys entdeckt worden waren.
Zugleich
sagte er zu, die begleitende Medienerziehung an den Schulen zu
verstärken. Die Opposition sprach von "Hau-Drauf-Pädagogik". Der
Gesetzentwurf umfasst neben dem Handy-Verbot ein ganzes Bündel
von Änderungen in der Schulpolitik.
Der SPD-Abgeordnete Hans-Ulrich Pfaffmann nannte das Handy-Verbot
einen Griff in die politische Mottenkiste. "Mit Wegverbieten lösen
Sie überhaupt kein einziges Problem", warf er Schneider vor. Nach
Ansicht der Grünen-Abgeordneten Simone Tolle betreibt die CSU eine
Bildungspolitik aus dem vorigen Jahrhundert. Georg Eisenreich (CSU)
konterte, die Schule auch sei auch dazu da, Ordnungsvorstellungen zu
vermitteln.
Das Gesetz soll jetzt in den Ausschüssen diskutiert und noch vor
der Sommerpause verabschiedet werden. Danach soll es Kindern vom
nächsten Schuljahr an verboten sein, Handys oder andere Geräte wie
MP3-Player, Walkmen und Discmen zu benutzen.
Weitere Meldungen zum Thema 