Fusion

Siemens und Nokia fusionieren Telekombereiche (aktualisiert)

Beide Unternehmen setzen auf Konvergenz und Quadruple Play
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Der deutsche Elektronikkonzern Siemens und der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia wollen ihre Telefonausrüstungssparten zusammenlegen. Wie die Zeitung Wall Street Journal (WSJ) heute auf ihrer Internetseite berichtete, haben sich beide Seiten bereits auf das Geschäft im Wert von rund 25 Milliarden Euro geeinigt. Mittlerweile hat Nokia eine entsprechende Mitteilung herausgegeben.

Danach wollen beide Unternehmen ihre Sparten Netzwerk-Ausrüstung zusammenlegen. Diese Technik liefert die Infrastruktur für den stetig wachsenden Telekommunikationsverkehr. Nokia und Siemens sind in den vergangenen Jahren verstärkt unter Druck günstig produzierender asiatischer Wettbewerber geraten.

Nun soll ein Gemeinschaftsunternehmen namens Nokia Siemens Networks mit je 50 Prozent Beteiligung gebildet werden. Nokia Siemens Networks soll von Nokia-Manager Simon Beresford-Wylie geführt werden. Siemens werde eine geringere Rolle im Management spielen, heißt es. Ein Siemens-Sprecher in München wollte den Bericht nicht kommentieren.

Siemens sucht bereits seit längerem eine Lösung für seine ertragsschwache Festnetzsparte. Bis zum nächsten Jahr sollen alle Geschäftsbereiche die ehrgeizigen Renditevorgaben des Konzerns erfüllen. Die Kommunikationssparte Com ist davon meilenweit entfernt. Daher war mit radikalen Schritten gerechnet worden. Die verlustreiche Handy-Sparte hatte Siemens bereits an den taiwanesischen Konzern Benq abgegeben.

Laut Nokia werde Nokia Siemens Networks eins der besten Forschungs- und Entwicklungsteams der Welt haben. Das neue Unternehmen werde verstärkt in die konvergenten Netze der nächsten Generation investieren, die Mobilfunk- und Festnetztelefonie verbinden. Zu den Konvergenzprodukten der nächsten Generation werden unter anderem IMS, UMTS und die Erweiterung HSDPA, IPTV und WiMAX gehören. Dazu kommen günstige Lösungen für die mobile Sprachtelefonie in neuen Märkten. Nokia Siemens Networks wird der zweitgrößte Ausrüster für den Telekommunikationsmarkt sein. Eine weitere Meldung zu den Auswirkungen der Fusion finden Sie unter der URL http://www.teltarif.de/s/s22034.html

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